Treten Sie ein in die Dunkelheit: Das verborgene Abenteuer direkt in Ihrer Nähe zu Niedersachsen

Direkt an Niedersachsens Grenze: Angebot führt durch die geheimnisvolle Unter-Tage-Welt

Stand: 03.10.2026, 07:00 Uhr

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Verladungsgebäude besucherbergwerk

Das ehemalige Verladungsgebäude ist ein Teil des Besucherbergwerks in Kleinenbremen. © Robin Tannhäuser

In Kleinenbremen erleben Besucher Bergbaugeschichte. Neben Führungen gibt es dort Konzerte und Lesungen. Ein besonderer Ort wartet tief unter der Erde.

Kleinenbremen – Einen Blick unter die Erde werfen – dies ist in einem Bergwerk möglich. Wo früher Kohle und Erze abgebaut wurden, strömen heute Besucher in die Flötze. Es vermittelt einen realistischen Eindruck von der harten und abenteuerlichen Arbeit der Bergleute unter Tage. Heute werden in einigen Bergwerken Stollen gebacken.

Das Besucherbergwerk Kleinenbremen ist ein Bergwerk im Stadtteil Kleinenbremen der ostwestfälischen Stadt Porta Westfalica. Die am Weserradweg gelegene stillgelegte Grube Wohlverwahrt wurde im Mai 1988 eröffnet. Auch im Tageslicht hat der Ort einiges zu bieten. Über Tage können Besucher auf dem Bergbaulehrpfad den Spuren des Erzbergbaus und des Erz- und Kalksteintagebaus folgen. Regelmäßig finden auf dem Gelände außergewöhnliche Veranstaltungen wie Konzerte, Theater und Lesungen unter Tage statt.

Bergwerk: Unter-Tage-Welt mit „Blauer Lagune“

Die 1883 gegründete Eisenerzgrube „Wohlverwahrt“ ist eines der nördlichsten Bergwerke Deutschlands und eine der bedeutendsten Einrichtungen der regionalen Industriekultur, heißt es auf der Homepage. Bis in die 1960er-Jahre bauten die Bergleute dort Eisenerz ab. Heute führen erfahrene Bergwerksführer durch die geheimnisvolle Unter-Tage-Welt, schildern das Leben der Bergleute, erläutern die verschiedenen Werkzeuge und die Lade- und Fördergeräte und lassen Bergbaugeschichte wieder lebendig erscheinen. Tief unter der Erdoberfläche stehen sie dann plötzlich vor einem See – der „Blauen Lagune“. Bis 2018 durfte man dort auch tauchen gehen.

Die Touren dauern etwa 90 Minuten. Man fährt mit einer echten Grubenbahn tief in die Stollen ein. Unter Tage herrschen ganzjährig kühle Temperaturen von etwa 10 bis 12 Grad. Warme Kleidung und festes Schuhwerk sind für die Teilnahme zwingend erforderlich, so der Hinweis auf der Homepage. Die Touren starten um 11.30 Uhr, 13 Uhr und 14.30 Uhr. Geöffnet hat die Grube von März bis Oktober, von Dienstag bis Donnerstag sowie am Wochenende, von November bis Februar nur am Wochenende.

Hinweis: Das dazugehörige Museum samt Ausstellung ist geschlossen. Aktuell laufen Sanierungsarbeiten. Das Museum schreibt dazu: „Unser Museum soll schöner und moderner werden. Aus diesem Grunde wurden Förderanträge zur Sanierung des Museumsgebäudes und zur Neugestaltung der Ausstellung eingereicht. Diese wurden inzwischen bewilligt. Trotz der in den nächsten Jahren anstehenden Baumaßnahmen planen wir, den Besucherverkehr unter Tage so weit wie möglich ohne Einschränkungen durchzuführen. Die Wiedereröffnung ist für 2028 geplant“.