Mehrere Brüche beim Slowenen - Dominator Pogacar muss die Vuelta nach einem Sturz aufgeben
- Tadej Pogacar stürzt auf der 8. Etappe der Vuelta heftig und verletzt sich an der Schulter.
- Der slowenische Dominator muss erstmals in seiner Karriere eine Grand Tour aufgeben.
- Wie das UAE Team Emirates bekannt gibt, zieht sich Pogacar neben einem Schlüsselbeinbruch auch eine Gehirnerschütterung sowie eine Fraktur eines oberen Halswirbels zu.
- Den Tagessieg in Xeraco holt sich der Franzose Bryan Coquard.
Die Vuelta hat für Tadej Pogacar auf bittere Art und Weise geendet. Der Gesamtführende stürzte 33 km vor dem Ziel auf der 8. Etappe mit Ziel in Xeraco im Feld heftig auf die linke Seite. Pogacar verletzte sich an der Schulter, wo eine offene Wunde zu sehen war. Auch am Kopf war er blutverschmiert.
Der Slowene versuchte nach kurzer Behandlungszeit, wieder auf sein Rad zu steigen. Kopfschüttelnd und mit schmerzverzerrtem Gesicht musste er diesen Plan jedoch aufgeben. Pogacar konnte die Rundfahrt nicht fortsetzen, er wurde im Krankenwagen abtransportiert.
Mehrere Brüche
Wie das UAE Team Emirates am späteren Abend bekanntgab, zog sich der Slowene eine Gehirnerschütterung, einen Schlüsselbeinbruch sowie «eine stabile Fraktur» eines oberen Halswirbels zu. Pogacar müsse am Schlüsselbein operiert werden.
Wegen der Gehirnerschütterung werde die Prozedur allerdings zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt. Wie lange der 27-Jährige ausfallen wird, gab das Team nicht bekannt. Am 27. September findet im kanadischen Montreal das WM-Strassenrennen statt, wo er als Titelverteidiger antreten würde.
Gesamtklassement wieder offen
Vor der Etappe am Samstag hatte Pogacars Vorsprung im Gesamtklassement auf den zweitplatzierten Enric Mas (ESP/Movistar) fast vier Minuten betragen. Der erste Vuelta-Gesamtsieg schien nur noch Formsache. Nun endete der Traum vom Grand-Tour-Triple abrupt.
Durch den Ausfall des slowenischen Dominators ist der Kampf um das Rote Trikot plötzlich wieder offen. Fünf Fahrer liegen innerhalb von drei Minuten. In Xeraco übernahm Mas unverhofft die Führung im Gesamtklassement.
Das Teilstück endete wie erwartet in einem Schlusssprint, den der Franzose Bryan Coquard (Cofidis) knapp vor Mads Pedersen (DEN/Lidl-Trek) und Jordi Meeus (BEL/Red Bull – bora – hansgrohe) für sich entschied.