Weisses Haus: Donald Trump nominiert Katie Zacharia als Sprecherin

Donald Trump hat sich entschieden: Eine TV-Kommentatorin soll seine neue Sprecherin werden

Katie Zacharia wird im Weissen Haus die zurückgetretene Karoline Leavitt ersetzen. Die Juristin besitzt keine grosse Regierungserfahrung, ist aber im Trump-Lager eine vertraute Figur.

Renzo Ruf, Washington09.10.2026, 22.43 Uhr

2 Leseminuten

Aktualisiert


Donald Trump will Katie Zacharia als seine neue Sprecherin.

Donald Trump will Katie Zacharia als seine neue Sprecherin.

Aaron Schwartz / Pool / EPA

Das Amt war einen Monat lang verwaist. Nun hat der amerikanische Präsident eine Nachfolgerin für Karoline Leavitt gefunden, die Ende August zurückgetretene Sprecherin des Weissen Hauses: Die 42 Jahre alte Katie Zacharia wird den Posten ab sofort übernehmen. Dies gab Donald Trump am Freitag auf Truth Social bekannt. Er nannte Zacharia eine «loyale und brillante Unterstützerin, und zwar von Anfang an».

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Die Personalie kommt einer Überraschung gleich. Zacharia ist auch im rechten Amerika keine bekannte Grösse. Zuletzt war sie als Kommunikationsberaterin für die Trump Media & Technology Group tätig gewesen, der Besitzerin des Onlinedienstes Truth Social. Auf dieser Plattform meldet sich der Präsident immer wieder zu Wort.

In der Funktion als Trump-Media-Kommunikationsberaterin trat die Juristin auch immer wieder in konservativen Fernsehsendern auf, um das politische Tagesgeschehen zu kommentieren – und die Arbeit von Donald Trump zu verteidigen. Aber zu einer Influencerin wurde sie dadurch nicht. Auf dem Onlinedienst X beispielsweise wies Zacharia zuletzt nur etwas mehr als 52 000 Follower auf.

Eng mit Kalifornien verbunden

Zacharia ist gemäss ihrem Profil auf dem Onlinedienst LinkedIn eng mit der Pepperdine University in Malibu (Kalifornien) verbunden. An der christlich-konservativen Kaderschmiede absolvierte sie in den Nullerjahren nicht nur ihr Jus-Studium; sie arbeitete 2024 und 2025 auch als Fundraiserin für die Universität. Daneben wirkte die vierfache Mutter als Rechtsberaterin für die rechte Denkfabrik «Fix California» von Richard Grenell. Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland (2018–2020) gilt als enger Vertrauter des Präsidenten.

Im Februar und März 2026 amtierte Zacharia einige Wochen lang als Pressesprecherin im Ministerium für Inlandsicherheit. Nach der Entlassung von Ministerin Kristi Noem endete ihr Gastspiel in der Regierung Trump aber bereits wieder; die Kalifornierin wechselte in die Privatwirtschaft, zu Trump Media. Bereits damals schloss sie eine Rückkehr in die Verwaltung nicht aus. Vor zwei Monaten sagte sie in einem Podcast: «Ich würde dem Präsidenten sehr gerne dienen», wenn Trump ihr ein Angebot machen würde.

Leavitt hatte im August ihren Rücktritt bekannt gegeben, wenige Wochen nach der Geburt ihres zweiten Kindes. Sie wolle mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen, sagte die heute 29-Jährige. (Mittlerweile wurde bekannt, dass Leavitt künftig auf dem TV-Sender Fox News als Kommentatorin arbeiten wird.)

Über die Leavitt-Nachfolge war seither eifrig spekuliert worden. Im Gespräch waren einige konservative Aushängeschilder im Medienbetrieb: So wurde immer wieder der Name des scharfzüngigen Kommentators Scott Jennings genannt, der häufig auf CNN auftritt. Nun hat sich Trump für eine weniger kantige Figur entschieden.

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