Doppelter Doppelpack: SV Bad Heilbrunn gewinnt 6:1 beim Tabellenletzten
Stand: 20.09.2026, 22:52 Uhr
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Der SV Bad Heilbrunn hat beim SVN München trotz zahlreicher Ausfälle einen 6:1-Sieg gefeiert. Vitus Richter erzielte in seinem ersten Bezirksligaspiel von Beginn an zwei Tore.
Neuperlach/Bad Heilbrunn – Jeder war gefordert. Wenn viele Leistungsträger ausfallen, sind die Verbliebenen umso mehr in der Pflicht. Das war jedem einzelnen Fußballer des SV Bad Heilbrunn bewusst, die am Sonntag beim Tabellenletzten SVN München die drei Punkte holen wollen. Und es gelang ihnen mit einem 6:1-Sieg in Neuperlach eindrucksvoll. Das Bezirksliga-Schlusslicht stemmte sich nach Möglichkeiten – und trotz zweier Platzverweise keineswegs unfair – gegen die Niederlage. Vor allem offensiv bescheinigte HSV-Trainer Walter Lang dem SVN durchaus Qualitäten. „Aber wir haben es gut gemacht und die drei wichtigen Punkte geholt.“
Der HSV-Coach musste wegen zahlreicher Ausfälle an seiner Aufstellung basteln. Doch die Spieler nahmen die Herausforderung gerne an. Vitus Richter, von den A-Junioren gekommen, spielte erstmals von Anfang an ein Bezirksliga-Match. Machte gleich zwei Tore. Auch Max Feirer bewies seine Stürmerqualitäten, traf ebenfalls doppelt. Und Leon Göttinger, immer schon mit Zug nach vorn, erzielte sein erstes Tor aus dem Spiel heraus, nachdem er zuvor mit einem Elfer am starken Münchner Keeper Tolbert Owusu gescheitert war. Das halbe Dutzend voll machte Alexandru Giuriu, 36-jähriger Spieler der zweiten Mannschaft, der am Sonntag dankenswerterweise aushalf. „Freut mich, dass es bei allen mit den Toren geklappt hat“, sagt Lang zufrieden. „Den Sieg haben sie sich verdient.“
Allerdings passierte zunächst einmal genau das, was nicht passieren sollte: Die Gäste sahen sich im Rückstand. Eine Flanke vom Strafraumeck, Sean Onwubu köpfte ungeniert zur Führung der Gastgeber ein. „Zum Glück haben wir das schnell gerade gerückt.“ Feirer stellte mit einem Stürmertor ins lange Eck auf 1:1, Richter drehte das Spiel wenig später auf 2:1. Göttinger erhöhte noch vor der Pause auf 3:1. Den Elfmeter, den Richter herausgeholt und den Göttinger gut geschossen hatte, parierte der SVN‑Keeper stark.
Die Platzherren hörten aber keineswegs auf zu spielen, Druck zu machen. Alihan Uzun musste mit einer Glanztat ran, als er eine 1:1-Situation entschärfte. Um den Offensivdrang einzubremsen, stellte der Heilbrunner Coach auf Dreier-Abwehrkette um, zog Klaus Pföderl von der linken Außenverteidigerposition als zweiten Sechser neben Bruder Thomas. Das habe Stabilität gegen den starken SVN-Angriff gebracht. „Die waren nach vorne echt gut, nach hinten anfällig, das haben wir ausgenutzt“, sagt Lang. Nach der roten Karte gegen Sinan Kunkut (37.) – der Münchner verhinderte mit einem harmlosen Foul eine klare Heilbrunner Torchance und musste deshalb vom Platz – nutzten die Heilbrunner den gewachsenen Raum, zogen das Spiel breiter auf. Und schossen drei weitere Tore. „Schön herausgespielt, nach jeweils ähnlichem Muster mit Pässen durch die Schnittstelle.“