Dorffest: Gemütliche Feier in Biedershauen
Dorffest Gemütliche Feier in Biedershauen
Biedershausen · Im Ort wurde am Wochenende das mittlerweile 43. Dorffest begangen.
09.08.2026 , 18:18 Uhr
Überaus gemütlich ging es auch dieses Jahr wieder beim 43. Dorffest in Biedershausen zu.
Foto: Norbert Schwarz
Keine Steigerung möglich? Denkste! Das 43. Biedershauser Dorffest ist einmal mehr zu einem Volltreffer für die Dorfbevölkerung an diesem Wochenende geworden. Zum Auftakt am Samstag kamen mehr Besucher, als die idyllische Ortschaft auf der Sickingerhöhe überhaupt Einwohner zählt. Um ausreichend schattige Plätze zu haben, wurde gar die Gerätehalle der Löscheinheit leer geräumt und zur zweckdienlichen Halle umgestaltet. Mit bunten Lichterketten und Riesenspielfläche für die Kleinen schufen die Festorganisatoren die Grundlage für ein restlos begeisterndes Dorffest.
Das gemeinsame Feiern, die Geselligkeit, das Entspannen, sich mit dem Nachbarn zu unterhalten, das alles sind Trümpfe und Besonderheiten des Dorffestes, das es nunmehr schon mehr als vier Jahrzehnte auf der Sickingerhöhe gibt. Und diesen Nimbus wusste sich das Organisationsteam jetzt auch für das 43. Biedershauser Dorffest zu bewahren. Mehr noch, Ortsbürgermeister Christian Bühler zog bereits am Sonntag in den frühen Nachmittagsstunden nach dem Run auf den legendären Spießbraten eine positive Bilanz: „!4 Uhr und der Grill ist leer, wir haben alle Portionen verkauft, Spießbraten mit Pommes und Salat gibt es beim diesjährigen Dorffest leider nicht mehr!“
Auf die musikalische Festuntermalung wird in Biedershausen bewusst verzichtet. Christian Bühler zum Pfälzischen Merkur: „De Herbert hot das sellemols schun so ingefiehrt unn do dran dun mer uns a heit noch halle.“ Apropos der bekannte und geradezu Ortsbürgermeister Herbert Fuhrmann. Dieser ist nicht allein im Dorf und der Region ein echtes Original gewesen. Jemand, der vielen Menschen aus dem Herzen sprach, die Dinge auf den Punkt brachte und sich für die Dorfgemeinschaft stets stark machte. Diese Grundeinstellung zum Helfen, zum Feiern, zum Dabeisein in friedlicher, geselliger Runde ist geblieben, hat sich gleich einem roten Faden durch die gesamte Veranstaltungszeit gezogen, sagt auch der heutige Amtsinhaber Bühler.
Die Buswendeschleife gleich am Ortseingang wird über die Festzeit zum Festmittelpunkt umfunktioniert. Rund 300 feiernde Gäste weilten schon zum Auftakt des Dorffestes in Biedershausen. Störungsfrei, friedlich der Verlauf. Das Feierflair in vier vollendeten Jahrzehnten sei ein besonderes, behaupten die rund 30 Helfer, die sich in den verschiedenen Schichten auch dieses Jahr einspannen ließen. „Livemusik oder Bands, brauchen wir nicht zum Feiern“, so der allgemeine Tenor. Etwas Hintergrundmusik aus der Konserve – das genügt den Biedershausern völlig.
„Wer in die Ortschaft ohne Durchgangsverkehr kommt, der will mit guter Hausmannskost verwöhnt werden, angenehme Gespräche mit dem Tischnachbarn oder Bekannten führen und einfach seine Freude am geselligen Beisammensein haben“, erklärt der Ortsbürgermeister mit Nachdruck und erinnert gern in diesem Zusammenhang an den schon zu Lebzeiten regelrecht legendären Amtsvorgänger Fuhrmann. Die Festbesucher kamen auch dieses Jahr wie eh von überall her. Auf das Festequipment des Energieversorgers aus der Vorderpfalz hatte in diesem Jahr verzichten müssen, doch ausreichenden Ersatz konnten die Helfer dennoch schaffen, wie auch die leer geräumte Fahrzeughalle der Löscheinheit beweist. Zusammen mit den rot-weißen, hölzernen Verkaufsbuden, die stets vom heimischen Erdbeerproduzent Ernst zur Verfügung gestellt werden, ist der Festplatz schon von seiner äußeren Gestaltung ein ansprechender Blickfang.
Die Nachfrage nach dem besonders schmackhaften Braten vom Spieß war schlichtweg der Renner, wie Bühler nochmals im Gespräch hervorhebt und betont. Auf einer eigens konstruierten Grillvorrichtung wird der Braten zubereitet und an die vielen hungrigen Gäste ab gegeben. Dazu die obligatorischen Käsespieße oder frittierten Pilze mit Knoblauchsoße, die die Biedershauser gleichfalls nach einem ganz besonderen Rezept zubereiten.
Üppig wie stets das Kuchenbüfett am Sonntagnachmittag zur Kaffeezeit. Hausgemachte Kuchen und Torten wurden wie in jedem Veranstaltungsjahr feilgeboten. „Auch damit können wir immer wieder aufwarten und sehen darin eine großartige Teilnahme unserer kleinen Bürgerschaft an der Dorffestorganisation“, meint der Ortsbürgermeister.
Die kleinen Festbesucher kamen an beiden Veranstaltungstagen nicht zu kurz. Auf der Hüpfburg oder mit einer ganzen Serie an verschiedenen Spielgeräten aus dem Hänger des landkreiseigenen Spielmobils konnten die ihre Spielfreude stillen, auf roten Dreiradrollern ihre Runden drehen und dabei Freude haben. Die äußeren, Festbedingungen an beiden Tagen hätten besser nicht sein können, zumal die Hitze allgemein nicht so drückend gewesen ist. Das 43. Biederhauser Dorffest als gelungenes Fest wird deshalb erneut in die Dorfgeschichte des kleinen Ortes eingehen, des sind sich alle sicher. Radler sind auch diesmal besonders viele zu verzeichnen gewesen.