Dorfflohmarkt am 15. August: Auktionator versteigert Raritäten
Stand: 08.08.2026, 18:00 Uhr
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Ein großer Erfolg war die Sonderausstellung „Not machte erfinderisch“ im Auerbergmuseum in Bernbeuren. Derzeit plant das Team schon die nächste Schau zum Thema Läden im Dorf. Doch vorerst dreht sich alles um den großen Dorfflohmarkt am 15. August samt Auktion.
Bernbeuren – Die Ausstellung „Not macht erfinderisch“, eröffnet an Ostern, zeigte außergewöhnliche Erfindungen und nützliche Basteleien, die Menschen aus der Region zu Kriegs- und Krisenzeiten konstruiert hatten. Das Besucherinteresse war so groß, dass die Schau um zwei Wochen verlängert wurde. „Es ist wirklich ganz toll gelaufen“, zieht die Vereinsvorsitzende Beate Mangold Bilanz. Diesmal seien die Besucher auch von weiter hergekommen, bis aus Garmisch-Partenkirchen und Umgebung. „Der Zuspruch hat uns sehr gefreut.“
Bevor im Herbst die zweite Sonderausstellung gezeigt wird, kümmert sich der Verein in Zusammenarbeit mit der Gemeinde um den sechsten großen Dorfflohmarkt, der am Feiertag Maria Himmelfahrt, 15. August, stattfindet. Die Idee dazu geht auf den ehemaligen Vereinsvorstand Helmut Gehlert (verstorben 2025) zurück. Im ganzen Dorf stellen Einwohner ihre Waren vor die Tür bzw. Gartenzaun, verkauft wird von 9 bis 16 Uhr. In diesem Rahmen veranstaltet der Museumsverein um 11 und um 13 Uhr eine Auktion für einen guten Zweck, berichtet Mangold. „Unser Auktionator Michi Forster bringt Trödel, Raritäten und Kurioses unter den Hammer.“
An der Versteigerung können sich alle Bernbeurer beteiligen, selbst wenn sie keinen Flohmarktstand haben. Die gut erhaltenen Sachen können beim „Filser“ am Freitag, 14. August, von 16 bis 18 Uhr und noch am Samstag, 15. August, zwischen 8.30 und 9.30 Uhr für die Versteigerung abgegeben werden. „Wir freuen uns auf viele Kuriositäten“, sagt Mangold. 20 Prozent des Erlöses werden gespendet – wohin, das wird noch bekannt gegeben. Der Rest geht an den Inhaber der Gegenstände. „Aber es steht jedem natürlich frei, den Erlös zu spenden“, wirbt Mangold. Was nicht verkauft wird, muss wieder abgeholt werden.
Museum hat neue Webseite
Am Museum kann man sich am Flohmarkt-Tag auch stärken: Es gibt Wurst- und Käsesemmeln, Kaffee und Kuchen. Und geöffnet ist das Museum auch. Bürger, die ihre Waren vor der Haustür verkaufen wollen, müssen sich übrigens bei der Tourist-Info anmelden. Der Flohmarkt findet bei jedem Wetter statt, Besucher können an der Auerberghalle parken.
Abgesehen vom Flohmarkt laufen beim Museumsverein die Vorbereitungen für die nächste Sonderausstellung: Weil Ende September der neue Supermarkt im sanierten Schnitzer-Stadel eröffnet wird, möchte das Museum an die zahlreichen Läden erinnern, die es einst in Bernbeuren gab. Unter dem Titel „100 Jahre Läden in Bernbeuren“ soll es eine Zeitreise zu Läden und Leuten geben. Darum kümmert sich federführend Christl Beer. Sie habe vieles noch selbst miterlebt, sagt Mangold. Im Museum steht die alte Ladentheke von Hedwig Krause, die von 1955 bis circa 2002 im Dorf Lebensmittel, Geschirr und Geschenkartikel verkaufte – ein Kramerladen im alten Stil. Zur Ausstellungseröffnung am 26. September soll darin ein kleiner Verkauf stattfinden.
Und noch etwas hat das Team in den vergangenen Wochen angepackt: Endlich gibt es eine neue Webseite, die auch Smartphone-optimiert ist. Sie wurde mit Unterstützung von der ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) Auerbergland verwirklicht und läuft auch über deren Account, dankt Mangold.