Foto-Aktion an Traumstrand endet dramatisch: Flut schneidet Urlaubern den Weg ab – Drohne entdeckt SOS-Zeichen

Dramatische Rettung am Strand: Touristen bei Foto-Aktion von Flut eingeschlossen

Stand: 21.09.2026, 13:27 Uhr

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Auf der Jagd nach einem Strandfoto unterschätzten drei Urlauber die Gezeiten – und saßen plötzlich fest. Die Rettung entpuppte sich als Wettlauf gegen die Zeit.

Was als harmloser Ausflug zu einem malerischen Küstenabschnitt begann, endete für drei Touristen in Oregon mit einem dramatischen Rettungseinsatz. Am Mittwochnachmittag (16. September) kletterten die Urlauber zum Lost Boy Beach in Tillamook County hinab, um dort Aufnahmen zu machen. Sie ahnten zu diesem Zeitpunkt nicht, dass ihnen die steigende Flut den Rückweg abschneiden würde, wie Oregon Live berichtet.

Drei Urlauber strandeten am Lost Boy Beach.

Drei Urlauber strandeten am Lost Boy Beach. © Netarts-Oceanside Fire District

Der Zugang zum abgelegenen Strandabschnitt führt über einen steilen Pfad mit scharfkantigen Felsen und anschließend durch eine offene Meereshöhle. Feuerwehrchef Jeff McBrayer erklärte, dass Ortskundige oder spezielle Apps zur Gezeitenprüfung unerlässlich für einen Besuch seien.

Urlauber wegen Flut gestrandet: Sie formten „SOS“-Zeichen aus Ästen

Gegen 15:45 Uhr erreichte die Rettungsleitstelle ein Notruf per Satellit. Die Gestrandeten hatten vor Ort keinen Handyempfang. Eine Drohne spürte das Trio auf einem schmalen Landstreifen auf, wo es bereits begonnen hatte, mit Ästen das Notsignal „SOS“ zu formen. Das zeigen auch Bilder der Feuerwehr auf Facebook.

Da die drei Urlauber bereits durchnässt waren und die Gefahr einer Unterkühlung bestand, bahnten sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr einen Weg entlang der verbliebenen Uferlinie. Sie kämpften sich durch hohe Wellen und raue Strömungen. Die Touristen erhielten Schwimmwesten und wateten durch die Brandung, bevor sie eigenständig aus der Bucht hinausgelangen konnten. Abgesehen von einigen Prellungen blieben alle unverletzt, wie Oregon Live berichtet.

McBrayer hofft, dass der Vorfall andere Strandbesucher zur Vorsicht mahnt. Der Strand heißt nicht ohne Grund „Lost Boy Beach“. Er ist an der Oregon-Küste berüchtigt dafür, bei Flut vollständig im Meer zu verschwinden. Wer an felsigen Küsten oder abgelegenen Stränden unterwegs ist, sollte den Gezeitenwechsel niemals unterschätzen: Das Wasser läuft bei Flut oft unbemerkt und deutlich schneller auf, als viele vermuten. Häufig werden tiefer liegende Buchten oder Zugangswege zuerst abgeschnitten, während der eigentliche Strand noch trocken wirkt. Auch an paradiesischen Küstenabschnitten lauern unerwartete Risiken. Ähnlich wie bei tödlichen Strömungen während der Monsunzeit in Thailand, wo kürzlich ein deutscher Urlauber ums Leben kam.