Berlin-Wahl 2026: Linke, CDU und AfD innerhalb von zwei Prozentpunkten – Grüne als klare Verlierer

Dreikampf in Berlin spitzt sich zu: Linke unter Druck – Grüne verlieren deutlich

Stand: 31.08.2026, 14:00 Uhr

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Neues Umfrage-Tief für Berlins Grüne: Die Linke führt knapp vor CDU und AfD. Zweier-Koalitionen haben rechnerisch keine Chance mehr.

Berlin – Drei Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September zeichnet sich ein enges Rennen an der Spitze ab. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Tagesspiegels, über die auch WELT berichtet, verliert Die Linke leicht an Boden. Sie behauptet sich jedoch hauchdünn vor CDU und AfD, während die Grünen den Anschluss verlieren.

Wie das Newsportal WELT unter Berufung auf die Tagesspiegel-Erhebung von Civey meldet, büßt Die Linke im Vergleich zu Anfang August einen Prozentpunkt ein. Sie liegt mit 20 Prozent der Stimmen aber weiterhin knapp auf dem ersten Platz.

Berlin-Wahl 2026: das Rote Rathaus am Alexanderplatz

Berlin-Wahl 2026: Die Linke verliert in einer Umfrage wieder leicht. © Michael Brandt/dpa

Aktuelle Umfrage zur Berlin-Wahl 2026: Grünen verfehlen Spitzengruppe

Die Verfolger rücken dadurch näher an die Spitzenposition heran: Die CDU verharrt bei 19 Prozent, die AfD verzeichnet unverändert 18 Prozent. Damit bewegen sich die drei stärksten Kräfte im Land Berlin innerhalb eines engen Korridors von zwei Prozentpunkten.

Zu den deutlichen Verlierern der Civey-Erhebung gehören die Grünen. Mit einem Minus von zwei Prozentpunkten fallen sie auf 15 Prozent zurück und verabschieden sich vorerst aus dem bisherigen Führungstrio.

Die Sozialdemokraten verharren im Vergleich zu früheren Spitzenwerten auf niedrigem Niveau und kommen laut Umfrage auf 13 Prozent der Stimmen.

Am unteren Ende des Parteienspektrums stehen die Chancen auf einen Einzug ins Abgeordnetenhaus schlecht:

  • FDP: 4 Prozent (+1)
  • BSW: 4 Prozent (+1)

Da sowohl FDP als auch BSW die Fünf-Prozent-Hürde nach den Civey-Daten derzeit verfehlen würden, bliebe ihnen der Parlamenteinzug verwehrt.

Civey-Umfrage vor Berlin-Wahl: Hohe Dynamik im Vergleich zu Forsa und INSA

Die Einordnung der Daten durch WELT zeigt, wie unterschiedlich die Demoskopen die Lage in der Hauptstadt bewerten. Während Civey Die Linke mit 20 Prozent knapp vorne sieht, zeichnete die jüngste INSA-Umfrage noch ein anderes Bild: Dort lag die CDU mit 20 Prozent knapp vor der Linken (19 Prozent) und der AfD (17 Prozent). Das Institut Forsa sah Die Linke zuletzt mit 22 Prozent noch deutlicher in Führung.

Methodik der Civey-Umfrage

Erhebungsmethode: Repräsentative Online-Befragung über ein geschlossenes Web-Panel.

Stichprobe: Berücksichtigt wurden die Antworten von wahlberechtigten Berlinerinnen und Berlinern im Erhebungszeitraum.

Gewichtung: Die Daten werden nach statistischen Verfahren gewichtet, um die Grundgesamtheit (Alter, Geschlecht, Bildungsabschluss, bisheriges Wahlverhalten) repräsentativ abzubilden.

Statistischer Fehler: Liegt je nach Parteigröße bei ca. 2,5 Prozentpunkten.

Sonntagsfragen bilden die aktuelle Stimmung ab und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

Aus den aktuellen Civey-Zahlen ergibt sich eine verfahrene parlamentarische Arithmetik. Da zweigliedrige Koalitionen – abgesehen von politisch ausgeschlossenen Konstellationen – keine Mehrheit erreichen, wären Dreier-Bündnisse zwingend erforderlich.

Rechnerisch möglich wären nach Auswertung der Umfragedaten ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD sowie eine Dreier-Koalition aus Linken, Grünen und SPD. (Quellen: WELT, Tagesspiegel) (frs)