„Wichtiger Schritt für die Sicherheit des Luftverkehrs“: BER rüstet gegen Drohnen auf – mehr Flughäfen folgen
Drohnen-Gefahr an deutschen Flughäfen: BER nimmt Erkennungssystem in Betrieb – weitere sollen folgen
Stand: 30.09.2026, 14:21 Uhr
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Der BER hat ein Drohnenerkennungssystem in Betrieb genommen. Bundesverkehrsminister Bilger spricht von einem „wichtigen Schritt für die Sicherheit“.
Berlin – München, Leipzig, Berlin – immer wieder beeinträchtigen Drohnen den Betrieb an den deutschen Flughäfen. Nun rüstet sich der Hauptstadtairport Berlin gegen die kleinen unbemannten Fluggeräte: Der BER hat ein System zur Erkennung von Drohnen in Betrieb genommen, wie das Bundesverkehrsministerium am Mittwoch mitteilte. Die Deutsche Flugsicherung soll damit Drohnen im An- und Abflugbereich frühzeitig erkennen und die zuständigen Stellen über mögliche Gefährdungen für den Luftverkehr informieren können.

Neue Drohnenabwehr am Flughafen Berlin: „Wichtiger Schritt für die Sicherheit des Luftverkehrs“
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) sagte, dass angesichts der Lage konsequent gehandelt werde. „Die Inbetriebnahme von Drohnendetektionssystemen wie jetzt am BER ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit des Luftverkehrs.“ Damit werde die technische Grundlage für eine schnellere Bewertung der Lage und eine enge Zusammenarbeit der zuständigen Stellen geschaffen, erklärte der CDU‑Politiker. „Mit dem Ausbau der Detektion im An- und Abflugbereich schaffen wir dafür die technischen Voraussetzungen und verbessern das Zusammenspiel von Flugsicherung und Sicherheitsbehörden.“
Zuletzt waren immer wieder Drohnen im Umfeld deutscher Flughäfen gesichtet worden, auch in Berlin. Die Inbetriebnahme des Drohnenerkennungssystems am Hauptstadtflughafen ist nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums Teil des Ausbaus der Drohnendetektion an deutschen Verkehrsflughäfen. Im Laufe des Jahres sollen demnach schrittweise weitere internationale Verkehrsflughäfen mit entsprechenden Systemen für die An- und Abflugbereiche ausgestattet werden.
Aufrüstung gegen Drohnen: Was Deutschland gegen die Gefahr unternimmt
Gleichzeitig soll auch die Bundespolizei weiter mit Fähigkeiten ausgestattet werden, Drohnen abzuwehren. Ende August betonte Innenminister Alexander Dobrindt (CSU), man richte sich auf ein „Wettrüsten“ zwischen der eigenen Drohnenabwehr und potenziellen Angreifern ein. Bis zum Jahresende soll die neue Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei auf 300 Beamte anwachsen.
Am Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cochstedt entsteht unterdessen ein neues Technologiezentrum für Drohnensicherheit. Bis zu zehn Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in den Ausbau fließen. Gemeinsam mit dem Standort Braunschweig sollen Forscherinnen und Forscher Technologien zur sicheren Nutzung sowie zur Erkennung und Abwehr von Drohnen entwickeln und unter realistischen Bedingungen testen. Dobrindt sagte dazu Ende August: „Wir bündeln die Expertise von Wissenschaft, Start-ups und unseren Sicherheitsbehörden, um unser Land noch stärker gegenüber hybriden Bedrohungslagen zu schützen.“ (Quelle: dpa/AFP/Bundesinnenministerium/Bundesverkehrsministerium) (sischr)