Versuchter Anschlag auf Flughafen Leipzig: Verdächtige sollen im Auftrag russischer Stellen gehandelt haben

Drohnenangriff auf Flughafen Leipzig: Spur führt zu zwei Verdächtigen mit Verbindungen nach Moskau

Stand: 03.09.2026, 07:28 Uhr

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Die Bundesregierung vermutet Russland hinter dem versuchten Drohnenanschlag. Recherchen zufolge haben die Sicherheitsbehörden Tatverdächtige mit Verbindungen nach Russland im Visier.

Berlin – Im Fall des versuchten Drohnenanschlags mit Sprengstoff auf den Flughafen Leipzig/Halle macht die Bundesregierung Moskau für den Angriff verantwortlich.

Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte auf einer Pressekonferenz am Dienstag (1. September), die Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden deuteten „auf beteiligte Personen hin, die im Auftrag russischer staatlicher Stellen gehandelt haben“. In dem Angriff erkenne man das „bekannte Muster hybrider russischer Operationen in Europa“.

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Dieser Artikel von Euronews Berlin entstand in Kooperation mit Euronews

Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) konnten Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) inzwischen Tatverdächtige identifizieren. Die Zeit berichtet zudem, dass gegen zwei Beschuldigte ermittelt werde. Demnach handelt es sich bei den beiden Verdächtigen um einen gebürtigen Russen mit lettischer Staatsangehörigkeit sowie um einen aus Belarus stammenden Mann, der einen russischen Pass besitzt.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt betonte: „Wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung.“ © Andreas Gora/Imago

Einer der mutmaßlichen Tatbeteiligten soll nach Recherchen von NDR, WDR und SZ ein Belarusse mit russischem Pass sein, dessen DNA demnach sichergestellt wurde. Der Mann soll bereits im Baltikum strafrechtlich aufgefallen sein, und den deutschen Ermittlern ist es nach eigenen Angaben gelungen, seine Reisebewegungen nachzuvollziehen.

Demnach gelangte er mit einem italienischen Touristenvisum in den Schengenraum, das Ende April von einer italienischen Auslandsvertretung in Minsk ausgestellt worden sein soll.

Rolle des zweiten Verdächtigen beim vereitelten Anschlag

Ein weiterer Tatverdächtiger soll nach Recherchen von NDR, WDR und SZ eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung des Anschlags gespielt haben und als logistischer Helfer sowie Instrukteur tätig gewesen sein.

Ende Juli sei der Mann über den Berliner Flughafen BER nach Deutschland eingereist, anschließend mit einem Mietwagen nach Sachsen weitergefahren und noch zwei Tage vor dem vereitelten Drohnenanschlag in Leipzig wieder per Flugzeug ausgereist. Nach Angaben der Medien besitzt der Verdächtige sowohl einen lettischen als auch einen russischen Pass.