Dunkelheit und Starkregen: Platz-Wechsel mitten im Spiel
Stand: 18.08.2026, 22:38 Uhr
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Der Lenggrieser SC gewinnt sein Heimspiel gegen Real Kreuth mit 4:1. In der Schlussphase mussten beide Teams wegen einsetzender Dunkelheit den Platz wechseln.
Lenggries – Die Wetterkapriolen sind das eine, das nackte Ergebnis das andere. Zwei volle Stunden dauerte es, bis das zweite Saisonspiel des Lenggrieser SC abgepfiffen war. Wegen des Starkregens und der einsetzenden Dunkelheit wurde die Schlussphase der Partie auf dem Kunstrasen fortgesetzt. Das verzögerte alles, änderte aber nichts am Spielausgang. Der LSC setzte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten hochverdient mit 4:1 gegen Liganeuling FC Real Kreuth durch.
Sechs Saisontore, sechsmal Gerg
Wie schon am vergangenen Samstag trugen alle Lenggrieser Tore denselben Familiennamen: Gerg. Jakob und Leo Gerg schossen den LSC mit jeweils zwei Treffern zum ersten Saisondreier. Sechs Saisontore, sechsmal Gerg. „Dafür haben wir sie“, merkte Trainer Georg Simon an – und meinte damit nicht nur die Tore. Denn die Nebenspieler sollen sich von den „Loaners“ etwas abschauen. „Jeder sieht, dass einer mit 35 Jahren jeden Weg geht“, adelt der LSC-Coach seinen „Jakl“.
Gäste können nur halbe Stunde lang mithalten
Erdem Cakir, der Neuzugang aus Wolfratshausen, hat jedenfalls genau hingeschaut. Mit zwei Torbeteiligungen lieferte er prompt den Beweis. Es gab keinen Zweifel daran, dass der Lenggrieser Heimerfolg gerecht war. Allein in der ersten halben Stunde konnten die Gäste mithalten. Da war es Kreuths Ludwig Hofbauer, der auf dem nassen Boden an beiden Innenverteidigern vorbeiflutschte, sich aber mit einem Eckball begnügen musste. Hofbauer war es auch, der einen Freistoß über die Oberkante der Querlatte ins Toraus passieren ließ. „Die erste halbe Stunde war Kreuth besser, sie sind ein brutales Tempo gegangen“, bilanziert Simon. „Wir haben uns da erst schütteln müssen.“ Der Coach vermutete bei seiner Elf eine unbewusste Leichtfertigkeit aufgrund der 0:4-Niederlage der Gäste in Habach.
Schneller Doppelschlag für Lenggries
Der LSC hatte Mühe, nutzte aber auch die Gunst des idealen Zeitpunkts. Sekunden vor dem Pausenpfiff setzte sich Jakob Gerg nach Zuspiel im Strafraum in unnachahmlicher Weise durch, ehe er den Ball in die lange Torecke transportierte. Kaum war die Partie wieder angepfiffen, klingelte es schon wieder im Heiligtum des Gegners. Cakir zog nach Ballgewinn zur Grundlinie, Gerg hielt den Fuß in die Hereingabe – 2:0. „Psychologisch tut dir das weh“, wusste Simon, was dieser schnelle Doppelschlag für Kreuth bedeutete.
Sieg nicht mehr gefährdet
Simon beobachtete „20 gute Minuten“ mit viel Ballkontrolle. In dieser Phase markierte Leo Gerg nach einem Eckball-Gewühl die Vorentscheidung. Ein Ballverlust im Spielaufbau bescherte den Gästen zwar den überraschenden Anschluss. Gefährdet war der LSC-Sieg aber nicht. Und dann kam der große Platzwechsel: Wegen Starkregens und Dunkelheit ging es für die Schlussphase auf den Kunstrasen. Dort setzte Leo Gerg den Schlusspunkt.
Lenggrieser SC – FC Real Kreuth 4:1 (1:0)
Tore: 1:0 (45.) J. Gerg, 2:0 (48.) J. Gerg, 3:0 (58.) L. Gerg, 3:1 (76.) Mack, 4:1 (86.) L. Gerg. – Gelbe Karten: Dix, Wasensteiner – Hofbauer, Mack, Götschl, Frank. – Schiedsrichter: Fridolin Angerer (SC Böbing). – Zuschauer: 50
LSC: Kleim – Dix, Kreher, Angermeiner, M. Gerg, Laß, L. Gerg, Cakir, Filgertshofer, Wasensteiner, J. Gerg – E/R: Stara, Ortlieb, Franbke, Hintermeier, Schnaderbeck.