Dürre in den Alpen: Bauern beklagen „zu wenig Wasser für unsere Kühe“
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Die anhaltende Hitze bringt viele Almbauern in den Alpen an ihre Grenzen. In Bayern, Österreich und der Schweiz versiegen Quellen, Weiden trocknen aus und das Wasser für die Tiere wird knapp. Teilweise müssen Hubschrauber inzwischen Tausende Liter Wasser auf die Almen fliegen. Manche Landwirte sehen sich sogar gezwungen, ihre Tiere früher als geplant ins Tal zu bringen. Besonders drastisch ist die Lage in der Schweiz.
Hitze führt zu Dürre in den Alpen: „Ohne Wasser keine Almwirtschaft“
Auch auf den Almen in Bayern macht sich die Trockenheit inzwischen bemerkbar. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, müssen einige Bergbauern Wasser mit Tanks auf die Weiden transportieren, weil natürliche Quellen immer weniger Wasser liefern.
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Bergbauer Kaspar Gilgenreiner erklärte dem BR, dass eine Quelle auf seiner Alm normalerweise rund 45 Rinder versorgen könne. Doch die Reserven würden zunehmend knapper. Zwar sorgten einzelne Regenschauer noch dafür, dass das Gras grün bleibe. Dauerhaft helfen könnten aber nur länger anhaltende Niederschläge. „Ohne Wasser keine Almwirtschaft“, warnt der Landwirt.
Josef Glatz, Vorsitzender des Almwirtschaftlichen Vereins Bayern, sieht derzeit zwar noch keine akute Notlage. Er warnt jedoch vor sinkenden Grundwasserständen. Nach seinen Angaben stehen aktuell rund 22.000 Tiere auf den bayerischen Almen.
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Wegen Dürre in den Alpen: Almbauern erwogen sogar Schlachtung von Rindern
Noch angespannter ist die Situation in Österreich. Dort haben erste Landwirte ihre Tiere bereits Wochen früher als üblich von den Almen geholt. Wie das Nachrichtenportal „OE24“ berichtet, sind vor allem in Niederösterreich viele Weideflächen ausgetrocknet. Regenreiche Gewitter seien bislang ausgeblieben.

Feuerwehren bringen inzwischen Wasser in die Berge. Einige Bauern denken laut dem Bericht sogar darüber nach, wertvolle Zuchtrinder zu schlachten. „Diese Tiere fehlen uns dann aber wieder in den nächsten Jahren“, sagte Josef Mayerhofer, Obmann der Alm- und Weidewirtschaft in Niederösterreich.
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Schweiz setzt sogar Armeehubschrauber ein
Besonders dramatisch ist die Lage im Schweizer Kanton Freiburg. Nach Angaben der Zeitung „20 Minuten“ wurden dort bereits rund 160.000 Liter Wasser mit privaten Hubschraubern auf Almen geflogen. Inzwischen unterstützt auch die Schweizer Armee die Versorgung der Tiere.
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Hirte Hans Kohler beschreibt die Situation als beispiellos: „So streng wie diesen Sommer hatten wir es hier noch nie.“ Ohne die Hubschrauber müsse er die Alm innerhalb weniger Tage verlassen. „Die Tiere fangen an zu spinnen, wenn sie nicht genug Wasser haben. Es ist furchtbar, mitanzusehen, wenn sie durstig sind.“
Ein früher Almabtrieb sei für ihn allerdings keine Lösung. Im Tal fehle es ebenfalls an Futter und Heu. „Das Problem ist, dass wir auf der Alp zwar noch Futter, aber zu wenig Wasser haben“, erklärte Sabine Müller von der landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungsinstitution Grangeneuve gegenüber „20 Minuten“.
mkx