100 Millionen Euro für drei Spieler, die keiner will: Eberl deutet Last-Minute-Transfers von Bayern-Flops an
Stand: 02.08.2026, 20:24 Uhr
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Der FC Bayern will Palhinha, Boey und Zaragoza noch loswerden – doch die Uhr tickt. Sportvorstand Max Eberl setzt auf die heiße Phase des Transferfensters.
München – Drei Spieler, drei ungelöste Fälle, ein Transferfenster, das weniger als einen Monat geöffnet hat. Beim FC Bayern München läuft die Uhr in Sachen Joao Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza – und Sportvorstand Max Eberl gibt sich im Gespräch mit Absolut Bayern demonstrativ zuversichtlich, dass sich die Lage noch in diesem Sommer auflöst. Ob das gelingt, ist allerdings alles andere als sicher – dem FC Bayern droht ein Millionen-Verlust.

Eberl lobte zunächst die bisherige Transferarbeit des Rekordmeisters. „Wir haben eine Mannschaft gebaut und entwickelt, die Perspektive hat und den Leuten Freude macht. Genau das gleiche haben wir jetzt versucht“, sagte er. Mit den Verpflichtungen von Ismael Saibari und Nathaniel Brown (genannt „Nene“) habe man die eigenen Ziele früh abgehakt.
Transfers von Palhinha, Boey, Zaragoza? Bayern-Trio ohne Zukunft an der Säbener Straße
Nun gehe es darum, die Abgangsseite zu regeln – und dabei setzt Eberl auf die Dynamik der Schlussphase des Transfermarkts: „Wir haben jetzt noch die Aufgabe ein paar Spieler zu verkaufen. Es gibt sehr viel Bewegung auf dem Transfermarkt. Und dann wird es irgendwann im August so weit sein, dass Mannschaften ihren Kader anschauen, vielleicht Verletzungen haben. Auf das wird man ein Stück weit warten, aber es ist schon Bewegung drin.“
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Am schwierigsten gestaltet sich der Fall Joao Palhinha. Der Portugiese war 2024 für 51 Millionen Euro von Fulham nach München gewechselt, setzte sich nie durch und kehrte nach einer Leihe bei Tottenham Hotspur – die Spurs verzichteten auf die vereinbarte Kaufoption – wieder an die Säbener Straße zurück. Newcastle United, Aston Villa und Benfica Lissabon gelten als Interessenten, Bayern fordert wohl rund 25 Millionen Euro. Palhinha selbst zeigte sich zuletzt wenig kooperativ und ließ mit einer Kampfansage aufhorchen: Er wolle seine „Position behalten“, so der 31-Jährige.
Bei Sacha Boey ist eine vermeintlich naheliegende Lösung bereits geplatzt. Ein Wechsel des Flops zurück zu Ex-Klub Galatasaray Istanbul scheiterte offenbar an der türkischen Ausländerregelung – obwohl die Istanbuler bereit gewesen sein sollen, zwischen zehn und 15 Millionen Euro zu zahlen. Zudem sollen mehrere Premier-League-Klubs aus dem Mittelfeld der Tabelle Interesse signalisiert haben. Der Franzose war Anfang 2024 für 30 Millionen Euro aus Istanbul nach München gewechselt, kam in 38 Pflichtspielen aber nur auf ein Tor und fünf Vorlagen.
Bryan Zaragoza wiederum laboriert noch an einer Knieentzündung und absolviert derzeit nur individuelles Training. Der Spanier, der 2024 für insgesamt rund 17 Millionen Euro von Granada verpflichtet wurde und in München nie wirklich ankam, möchte laut übereinstimmenden Berichten zurück in seine Heimat. Espanyol, Sevilla und Deportivo Alaves wurden als Interessenten gehandelt – konkrete Gespräche soll es bislang aber nicht gegeben haben. Erschwerend kommt Zaragozas hohes Gehalt hinzu, das kaum ein Interessent stemmen dürfte.
Eberl selbst gibt sich trotz der zähen Verhandlungen gelassen. „Wir wollen aber weiter“, sagte er mit Blick auf die Transfereinnahmen – und deutete an, dass die Bayern auf jene Klubs warten, die im August durch Verletzungen oder Qualifikationserfolge plötzlich Handlungsbedarf bekommen. Das Trio Palhinha, Boey und Zaragoza kostete den Rekordmeister einst zusammen rund 100 Millionen Euro. Was davon zurückkommt, entscheiden die nächsten Wochen. Alle wichtigen Entwicklungen gibt es in unserem täglichen Transfer-Ticker. (ck)