Granit Xhaka legt erschreckendes Corona-Geständnis ab: Schweizer Kapitän fehlt bei der Nationalmannschaft

Ehemaliger Gladbacher Xhaka legt Geständnis in Impf-Affäre ab

Stand: 21.09.2026, 13:31 Uhr

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Granit Xhaka räumt den Kauf einer Impfbestätigung während der Corona-Zeit ein. Nun fehlt der Schweizer Kapitän bei den kommenden Länderspielen.

Luzern – Granit Xhaka hat einen lange zurückliegenden Vorgang aus der Corona-Zeit nun via Instagram öffentlich gemacht. Der Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft räumte ein, eine Impfbestätigung gekauft zu haben. Gleichzeitig kündigte der 33-Jährige an, sich der laufenden Aufarbeitung zu stellen und mit den zuständigen Behörden vollständig zu kooperieren.

Granit Xhaka gesteht den Kauf eines Impf-Zertifikats.

Granit Xhaka gesteht den Kauf eines Impf-Zertifikats. © picture alliance/dpa | Christian Charisius

Seine Entscheidung begründet Xhaka mit der damaligen persönlichen Situation. Er sei durch die Covid-Impfung stark verunsichert gewesen und habe dem Impfstoff tief misstraut. Statt seine offenen Fragen auf anderem Weg zu klären, habe er sich für den Kauf einer Impfbestätigung entschieden. Inzwischen bezeichnet der heutige Sunderland-Profi dieses Vorgehen ausdrücklich als „Fehler“.

Ex-Gladbacher Xhaka räumt „Fehler“ ein und reist vorerst nicht zur Schweizer Nationalmannschaft

Für Xhaka bleibt die Angelegenheit nicht ohne Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern hat Ermittlungen aufgenommen und prüft, ob im Zusammenhang mit dem Corona-Zertifikat ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt. Dabei geht es unter anderem um den Verdacht einer möglichen falschen Beurkundung oder Urkundenfälschung. Xhaka soll Anfang Oktober bei der Staatsanwaltschaft in Luzern vernommen werden.

Auch sportlich zieht die Affäre bereits Folgen nach sich. Xhaka wird in dieser Woche nicht zur Schweizer Nationalmannschaft reisen. Nach einem Gespräch mit dem Verband wurde gemeinsam entschieden, dass der Kapitän in der anstehenden Länderspielreise nicht dabei sein wird. SFV-Präsident Peter Knäbel erklärte, man begrüße Xhakas Bereitschaft zur Aufarbeitung und halte den Verzicht aktuell für die beste Lösung für die Mannschaft.

Ob Xhaka anschließend wieder zum Kreis der Nationalmannschaft gehört, ist noch offen. Knäbel kündigte an, die Situation nach der Länderspielpause neu zu bewerten. Für die Schweiz stehen zunächst die Auswärtsspiele gegen Nordmazedonien und Schottland auf dem Programm. Anfang Oktober folgen die Partien gegen Slowenien und Nordmazedonien in Luzern.

Xhaka steht damit vor einer schwierigen Phase, obwohl seine sportliche Entwicklung zuletzt wieder nach oben gezeigt hatte. Der voherige Leverkusener war 2024 maßgeblich am Gewinn des Doubles beteiligt und wechselte anschließend in die Premier League zum AFC Sunderland. In der Schweiz spielt der 33-Jährige seit Jahren eine zentrale Rolle und führt die Mannschaft regelmäßig als Kapitän auf den Rasen.

Nun rückt allerdings ein Vorgang aus der Vergangenheit in den Mittelpunkt seiner Karriere. Xhaka selbst hat mit seinem öffentlichen Eingeständnis den ersten Schritt bei der Aufarbeitung gemacht. Wie die Ermittlungen der Luzerner Staatsanwaltschaft ausgehen und welche sportlichen Konsequenzen daraus folgen, bleibt abzuwarten. Für die Schweizer Nationalmannschaft beginnt die Länderspielphase damit ohne ihren Kapitän. (brg)