Ehrenbürgerin Schwester Irmengard mit 82 Jahren gestorben
Stand: 29.08.2026, 16:16 Uhr
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Die Ordensfrau Irmengard Aigner wirkte 41 Jahre lang in Adelshofen. Nun ist sie im Alter von 82 Jahren verstorben.
Adelshofen – Viele Menschen in Adelshofen kannten Schwester Irmengard Aigner ihr ganzes Leben lang. 41 Jahre wirkte sie im Kloster der Armen Schulschwestern, in der Pfarrgemeinde und als Lehrerin an der Mittelschule Mammendorf. Selbst nach der Auflösung des Klosters blieb der Kontakt nach Adelshofen eng, und entsprechend groß ist nun die Trauer im Ort und in der Region über den Tod der beliebten Ordensfrau und Ehrenbürgerin.
„Sie war eine Frau der leisen Töne, ausgeglichen und beständig“, sagt Altbürgermeister Michael Raith. Nicht nur für ihn war die am 1. April 1944 geborene Landwirtstochter „ein Fixstern“ – eine gute Seele, die anderen Orientierung gab.
Irmengard Aigner wuchs mit sechs Geschwistern im Weiler Breitenloh auf, der heute zur Stadt Dorfen (Landkreis Erding) gehört. Nachdem sie die Ausbildung zur Fachlehrerin für Handarbeit und Hauswirtschaft erfolgreich abgeschlossen hatte, trat sie mit 25 Jahren als Novizin in den Orden der Armen Schulschwestern ein.
1973 kam sie nach Adelshofen. Generationen von Kindern prägte sie als Pädagogin und äußerst beliebte Betreuerin der Ministranten.
Als Blumenliebhaberin hielt sie den Klostergarten in Schuss, als Mesnerin schmückte sie an hohen Feiertagen die Kirche auf eine Weise, die bis heute als legendär gilt.
2014 war die Zeit der Armen Schulschwestern in Adelshofen zu Ende. Schwester Irmengard, damals Oberin, traf die Auflösung des Klosters ebenso wie ihre Mitschwestern und den ganzen Ort, und doch brachte sie das Unvermeidliche tapfer über die Bühne. Mehr noch, sie trug maßgeblich dazu bei, dass die Gemeinde Gebäude und Grundstück kaufen konnte.
Anschließend kam Schwester Irmengard als Oberin, Buchhalterin und Mitarbeiterin im Hort ans Kloster Moosen in Dorfen. Doch auch hier blühte ihr bald wieder die Aufgabe, die Auflösung zu organisieren. Die letzten Lebensjahre der musikliebenden Ordensfrau – sie war eine gute Zitherspielerin – waren von mehreren Ortswechseln und der Sorge um ihre Mitschwester und jahrzehntelange Freundin Irmhild geprägt.
Zuletzt zogen beide ins Schulschwesternheim in Dorfen. Irmengard Aigner war zu diesem Zeitpunkt selbst schon schwerkrank, doch wichtig war ihr vor allem, dass ihre Mitschwester nach deren Schlaganfall gut versorgt war und sich wohlfühlte.
Kürzlich ist Irmengard Aigner ihrem Krebsleiden erlegen. Sie wurde 82 Jahre alt.