Eines der bekanntesten "Star Wars"-Geräusche entstand durch einen Streit um eine Banane

Dass Sounds in Filmen oft sehr überraschende Ursprünge haben, ist bekannt. Eine besonders kuriose Mischung, bei der eine Banane sowie Pinguine eine Rolle spielten, sorgte für ein markantes Geräusch in „Star Wars: Angriff der Klonkrieger“.

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Wenn in „Star Wars: Angriff der Klonkrieger“ die Geonosianer ihre krächzenden und kreischenden Laute von sich geben, klingt das ziemlich fremdartig. Schließlich haben wir hier auch ein außerirdisches Volk insektenähnlicher Wesen von einem weit entfernten Planeten vor uns. Doch die Stimmen der Aliens, die Count Dooku (Christopher Lee) unterstützen und im Finale von „Episode II“ eine der größten Schlachten der Prequel-Trilogie lostreten, stammen vollständig von unserer Erde. Eine besonders wichtige Rolle spielten dabei Tiere, allen voran zwei Flughunde und ihr Streit um eine Banane.

Die kuriose Geschichte hinter den Geonosianer-Geräuschen erzählte Matthew Wood, der bei „Angriff der Klonkrieger“ unter anderem als Supervising Sound Editor tätig war, 2022 bei einem großen Jubiläumspanel zum 20. Geburtstag des Films (via StarWars.com).

Zwei Flughunde, eine Banane und Pinguine: Fertig ist der "Star Wars"-Sound

Während der Produktion war Wood unter anderem in Australien unterwegs und nutzte die Gelegenheit, dort möglichst viele natürliche Geräusche aufzunehmen. Dabei stieß er zufällig auch auf zwei Flughunde, die sich gerade um eine Banane zankten. Wood hielt den lautstarken Streit fest, und diese Aufnahme wurde später zu einem der zentralen Bestandteile der Geonosianer-Laute.

Doch damit war die außerirdische Geräuschkulisse natürlich noch nicht komplett. Schließlich sollen außerirdische Geräusche auch einzigartig klingen, sodass man nicht einfach Sounds aus unserer Welt 1:1 einsetzen kann. So mischte Wood seine Flughund-Aufnahmen mit Pinguinrufen aus Melbourne. Mit diesem Ansatz stand Wood übrigens in bester Tradition der Hollywood-Geräuschemacher und auch seiner Vorgänger bei der „Star Wars“-Reihe.

Von Elefanten, Filmprojektoren und Tauchgeräten

Schließlich wurde Sounddesigner-Legende Ben Burtt berühmt dafür, dass er bei der Original-Trilogie immer wieder echte Geräusche fand, aufnahm und anschließend auf ungewöhnliche Weise miteinander kombinierte. Einige der berühmtesten Beispiele kennt ihr wahrscheinlich bereits und ihre Ursprünge sind kaum weniger kurios als der Bananen-Streit.

Die Geräusche der Geonosianer sind nicht der einzige Disney und seine verbundenen Unternehmen
Die Geräusche der Geonosianer sind nicht der einzige "Star Wars"-Sound der einen kuriosen Ursprung hat.

Das berühmte Brummen der Lichtschwerter holte Burtt aus dem Motor eines alten Filmprojektors. Für Darth Vaders unverwechselbare Atmung steckte der Geräuschekünstler ein Mikrofon in den Atemregler einer Tauchausrüstung und atmete selbst hinein. Und für Chewbaccas legendäre Stimme bediente sich Burtt einmal quer im Tierpark und kombinierte unter anderem Geräusche von Bären, Dachsen und Walrossen. Für das Kreischen der TIE Fighter wurde derweil der Ruf eines Elefanten mit dem Geräusch eines Autos vermischt, das über nasse Fahrbahn fährt.

Eine ganz aktuelle „Star Wars“-Enthüllung gibt es derweil im folgenden Artikel:

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