„Einmaliges Erlebnis“: Der Papst in Metz – so reisen Pilger aus dem Saarland zu dem Großereignis

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„Einmaliges Erlebnis“ Der Papst in Metz – so reisen Pilger aus dem Saarland zu dem Großereignis

Update | St. Wendel/Saarbrücken/Metz · Ein Gruß des Papstes auf deutsch wäre für Miriam Ritter „einfach cool“. Die Gemeindereferentin reist mit Kindern, Jugendlichen und Senioren aus St. Wendel nach Metz. Dort bereitet man sich auf einen Ausnahmezustand vor. Was Metz-Besucher wissen müssen.

22.09.2026 , 19:54 Uhr

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Metz bereitet sich auf den Besuch von Papst Leo XIV. vor

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Foto: AP Photo/Pascal Bastien/Pascal Bastien

Miriam Ritter sich vom Papst schon einen Gruß in deutscher Sprache wünschen. „Das wäre einfach cool, auch für die Kinder, die mitfahren und kein Französisch können.“ Bis es so weit ist und sie mit ihrer Gruppe in Metz den Worten von Leo XIV. lauschen kann, ist sie mit der Organisation der Tagesreise beschäftigt – aus St. Wendel geht es mit dem Zug zu dem Großereignis in die französische Moselstadt. Und Ritter ist damit beschäftigt, zu hoffen, dass hin und zurück alles gut klappt.

Papst reist nach Paris, Lourdes und Metz

Die Gemeindereferentin des Pastoralen Raums St. Wendel organisiert anlässlich des Besuchs des Papstes in Metz eine gemeinsame Fahrt. Leo XIV. reist am Montag, 28. September, nach Metz, zum Abschluss seines viertägigen Frankreichbesuchs. Die apostolische Reise beginnt am Freitag, 25. September. Nach dem Empfang durch Staatspräsident Emmanuel Macron steht für den Papst unter anderem ein Besuch am Sitz der Weltkulturbehörde Unesco an.

Als Höhepunkte gelten die Vesperfeier am Freitagnachmittag in der Kathedrale Notre-Dame, die Gebetsvigil am Abend im Stade de France mit rund 80.000 Jugendlichen und die Messe am Samstagnachmittag auf der Place de la Concorde, für die sich 600.000 Menschen angemeldet haben. Danach wird Leo am Sonntag, 27. September, in den südfranzösischen Pilgerort Lourdes reisen. In dem Marienheiligtum in den Pyrenäen werden rund 225.000 Besucher erwartet.

Mindestens 50.000 Besucher in Metz, auch aus dem Saarland

In Metz werden zwischen 50.000 und 100.000 Menschen erwartet. Die Innenstadt und Teile des Bahnhofsviertels werden am Morgen (6 Uhr) für Autos abgeriegelt. An den Eingängen ins Zentrum finden Sicherheitskontrollen statt, drinnen dürfen nur Fußgänger unterwegs sein. Darunter auch Pilgergruppen aus dem Saarland.

Ritter wird mit ihrer Gruppe mit dem Zug anreisen, mitfahren können alle Altersgruppen. „Es sind Kinder, einige Messdiener, junge Erwachsene und Senioren dabei.“ Bisher hat sie knapp 20 Anmeldungen, von Menschen, die zum Pastoralen Raum gehören. „Für einige ist es ein einmaliges Erlebnis. Dass es für uns so nah ist, ist auch sehr ausschlaggebend.“

„Es sind emotionale Momente“

Ritter war schon zu einer Papstaudienz in Rom und erinnert sich an eine besondere Atmosphäre. „Es sind emotionale Momente, wenn der Papst zum Beispiel Kinder segnet.“ Das könnte zum Beispiel während der Fahrt im Papamobil von der Avenue Foch über Place de la République und Quai Paul Vautrin bis zur Kathedrale passieren. Nicht nur deswegen freut sie sich auf den Papstbesuch. „Ich hoffe, dass man mitbekommt, wie er agiert und spricht, und dass wir eine schöne Zeit haben werden.“

Die St. Wendeler Pilgergruppe kann in Metz noch weitere Saarländer beim Papstschauen treffen. Allein aus der Abteilung Jugend starten aus dem Bistum Trier vier Busse in Richtung Metz. Zwei Busse aus Trier, zwei aus Saarbrücken. Insgesamt mehr als 200 junge Leute. „Die Nachfrage war sehr groß, alle vier Busse sind voll“, sagt Rebecca Benahmed, Gemeindereferentin von der Kirche der Jugend eli.ja in Saarbrücken. Für sie wird das Hauptereignis die Messe, die sie draußen, vor der Kathedrale, in einer der reservierten Zonen über Leinwände mitverfolgen werden. „Selbst wenn wir ihn nur auf der Leinwand sehen, ich bin gespannt, den neuen Papst zu erleben. Ich bin gespannt, welche Themen er aufgreift, welche Perspektiven er gibt und welche Gedanken er sich macht“, sagt Benahmed.

Zentrum von Metz wird abgesperrt

Für den hohen Besuch ergreift die Stadt umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen: ein Kilometer Absperrungen, 162 Kontrollpunkte und mehrere Tausend Einsatzkräfte und Freiwillige. Der „Le Met'“-ÖPNV ist den ganzen Tag kostenlos. Wer nicht organisiert anreist, steigt am besten in den Zug. So sollen mehr Regionalzüge eingesetzt werden, aber am Metzer Bahnhof wird nur ein Eingang benutzbar sein: der Eingang am Charles-de-Gaulle-Vorplatz zur Stadtseite.

Für Autos wird es nicht nur am Tag des Papstbesuches eng. Die ersten Parkverbote gelten bereits seit Montag, 21. September, und seit Mittwoch, 23. September, in der Nähe der Kathedrale. Am Donnerstag, 24. September, so kündigt die Stadt weiter an, werden um 7 Uhr die Absperrungen für das Zentrum eingerichtet. Das Parken wird damit auch in einem Teil der Innenstadt und um den Bahnhof verboten. Die Ausfahrt der A31 an der Anschlussstelle Nr. 32 (Metz Centre) wird ab Montag, 28. September, um 7 Uhr gesperrt. An dem Tag bleibt auch der Großteil der Zentrums-Parkhäuser zu, allein die Parkhäuser Messagerie, Paixhans, Maud’Huy, Boulevard de Trèves und Muse sind offen.

Schulen und Geschäfte bleiben geöffnet. Cafés und Restaurants auch, allerdings müssen Sommerterrassen in weiten Teilen der Innenstadt abgebaut werden, „um den notwendigen Platz für den Fußgängerverkehr und den Aufbau der Sicherheitsvorkehrungen freizumachen“, wie die Stadt mitteilt.

Den Papst ohne Anreisetrubel sehen und noch fix ein Hotelzimmer buchen? Diese Rechnung wird schwerlich aufgehen. Manche namhafte Hotels im Zentrum sind bereits seit Wochen ausgebucht, andere bieten Zimmer zum Doppelten oder Dreifachen ihrer üblichen Preise an. (jos)

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