Einsatz in Neuss: Zwei Bomben erfolgreich entschärft - Sperren werden aufgehoben

Einsatz in Neuss Zwei Bomben erfolgreich entschärft - Sperren werden aufgehoben

23.10.2026 · 16:01 Uhr

Die Sperrung der A57 ist für die Bombenentschärfung eingerichtet, die Fahrbahn leer.

Die Sperrung der A57 ist für die Bombenentschärfung eingerichtet, die Fahrbahn leer.

Foto: Christoph Kleinau

Neuss · Zwei Bomben lagen vier Meter tief in einem Grünstreifen. Der Zugverkehr war für die Dauer von zwei Bombenentschärfungen bis gegen 15.50 Uhr unterbrochen und die A 57 gesperrt.

Die beiden bei Sondierungsarbeiten gefundenen Weltkriegsbomben sind entschärft. Das teilte die Stadt um 15.50 Uhr mit. Die Aktion war mit einer Stunde Verspätung in Angriff genommen worden, jetzt aber werden die Sperrungen aufgehoben.

Bei der Vorbereitung der A57-Sperrung.

Bei der Vorbereitung der A57-Sperrung.

Foto: Christoph Kleinau

Die beiden Blindgänger waren am Freitag an der Moselstraße entdeckt worden. Beide hatten eine Sprengkraft von fünf Zentnern, beide Blindgänger verfügten über je zwei Zünder. Das machtt die Entschärfung aufwendiger. Die ab 13.45 Uhr eingeleitete Sperrung der Aufobahn 57 und der Eisenbahnverbindung nach Grevenbroich dauerte deshalb länger als gedacht. Hinzu kam, dass der Zubringer von der A 46 zur A 57 erst spät gesperrt werden konnte. Um 15 Uhr konnte sich der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf aber an die Arbeit machen – und hatte dann immer noch eine Dreiviertelstunde zu ztun.

 Die Entschärfung von zwei Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg macht am Freitag die Sperrung der Eisenbahnlinie aber auch der Autobahn 57 erforderlich.

Die Entschärfung von zwei Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg macht am Freitag die Sperrung der Eisenbahnlinie aber auch der Autobahn 57 erforderlich.

Foto: Stadt Neuss

Die Anschlussstelle Reuschenberg, aber auch das Autobahnkreuz Neuss-West lagen außerhalb des Sperrgebietes und konnten während des Einsatzes offen gehalten werden. Auch der Konrad-Adenauer-Ring und die Jülicher Landstraße blieben befahrbar. Autofahrer wurden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Trotzdem hatte die Autobahnsperrung deutliche Auswirkungen auf die umgebenden Straßen, wobei dem dem frühen Nachmittag auch noch der Feierabendverkehr hinzukam.

Schon kurz nach der Sperrung staute sich der Verkehr zwischen Neuss-Süd und Reuschenberg bereits auf vier Kilometern – in die Gegenrichtung gab es zwischen Holzbüttgen und Neuss-West vier Kilometer zähfließenden Verkehr.

Gefunden wurden die Blindgänger in vier Metern Tiefe in dem Grünstreifen kurz vor der Autobahnbrücke zwischen Moselstraße und Jakob-Koch-Straße. Um den Fundort herum wurde eine Evakuierungszone mit einem Radius von 300 Metern gezogen. In dieser Zone lagen vor allem Gewerbebetriebe. Es mussten nur 20 Anwohner aus der Sperrzone gebracht werden.

Die Gehwege am Reuschenberger See und im Südpark, aber auch ein Abschnitt des Eselspfades nördlich der Autobahntrasse wurden ebenfalls für die Dauer der Entschärfung durch das Ordnungsamt gesperrt, das 15 Mitarbeiter des KSOD dafür einsetzt. Gleiches galt für die Jakob-Koch-Straße sowie den Ring der Moselstraße. Freizeiteinrichtungen wie das Südbad und Wellneuss blieben aber über die Straße Am Südpark erreichbar.

Info Für weitere Nachfragen zur Bombenentschärfung hat die Stadt Neuss ein Info-Telefon eingerichtet. Dieses ist unter der Nummer 02131 90-9091 zu erreichen.

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