Nach Sechserpack: Eintracht-Abgang rutscht bei deutschem Trainer-Duell in ungeliebte Rolle
Stand: 15.09.2026, 07:25 Uhr
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Den Start in seine Zeit bei Leeds United hatte sich Michael Zetterer womöglich anders vorgestellt. Zum Debüt kassierte er sechs Gegentore – und war dann nur Statist.
Leeds – Heimspiel-Spektakel bei einem deutschen Trainer-Duell. Leeds United schlug Newcastle United am Montagabend in der Premier League beim Aufeinandertreffen von Daniel Farke (u.a. Borussia Mönchengladbach) und Matthias Jaissle (u.a. Ex-Profi Hoffenheim, Trainer bei RB Leipzig) mit 4:1. Dabei 90 Minuten auf der Bank: Frankfurts Torwart-Abgang Michael Zetterer.

Nach seinem vollkommen missglückten Debüt im EFL-Cup gegen den FC Chelsea und der 3:6-Pleite rückte Zetterer wieder ins zweite Glied. Immerhin durfte er von der Bank aus mit anschauen, wie sein Team förmlich über Newcastle hinwegfegte. Ao Tanaka leitete die Führung ein, Lewis Miley fälschte den Ball ins eigene Tor ab (32.). Verteidiger Jayden Bogle erhöhte kurz darauf auf 2:0 (34.), Dominic Calvert-Lewin besorgte noch vor der Pause das 3:0 (45.+1).
Ex-Eintracht-Torwart Zetterer sieht Leeds-Heimsieg von der Bank
Der Schweizer Nationalspieler Noah Okafor erhöhte nach dem Seitenwechsel sogar auf 4:0 (59.), ehe Newcastles Bazoumana Toure in der Nachspielzeit immerhin noch Zetterer-Kontrahent Trafford zum Ehrentreffer überwand. Leeds blieb damit auch im vierten Ligaspiel ungeschlagen und kletterte auf Platz drei der Premier League. Für Jaissle hingegen setzte es die erste Pflichtspiel-Niederlage bei den Magpies überhaupt.
Zetterer war Ende August für rund fünf Millionen Euro von Eintracht Frankfurt nach England gewechselt. Bei der Eintracht hatte er zeitweise eine wichtige Rolle inne, verlor seinen Stammplatz jedoch, nachdem Noah Atubolu auf Leihbasis vom SC Freiburg verpflichtet wurde. Zetterer selbst verabschiedete sich mit emotionalen Worten auf Instagram: „Ein Jahr, das ich nie vergessen werde.“
Der Start bei Leeds ging dann – wie erwähnt – mächtig daneben. Für Trainer Daniel Farke allerdings kein Grund, um hart mit seinem deutschen Torwart ins Gericht zu gehen. Stattdessen sagte er: „So etwas passiert eben, wenn man so viel rotiert. Es war ein verrücktes Spiel.“ Ein kleiner Blick zurück nach Frankfurt zeigt Zetterer: Bei der Eintracht lief es anfangs auch nicht zwingend besser. Dort kassierte Noah Atubolu in drei Spielen acht Gegentore. (rele)