Eintracht-Klassenbuch: Einbruch nach der Pause
Stand: 06.09.2026, 20:13 Uhr
Die Einzelkritik der Eintracht-Spieler nach der enttäuschenden 1:4-Niederlage gegen den FC Augsburg: dreimal okay, drei Mann schwächeln.
Tadellos
Kein Eintrag
Gut dabei
Kein Eintrag
Ganz okay
Younes Ebnoutalib: Ob es der Boost vom Dreierpack an der Alten Försterei war? Das Powerpaket aus der Nordweststadt war von Beginn an voll da. Nahezu an fast jeder gefährlichen Aktion beteiligt. Ließ sich immer wieder mal auf den linken Flügel fallen. Bereitete von dort auch mit gefühlvoller Flanke das 1:0 von Sturmkollege Burkardt vor. Feines Klatsch-Zuspiel bei der Uzun-Gelegenheit. Manko: Hätte bei seiner Doppelchance kurz vor der Pause nachlegen können, vielleicht sogar müssen. Das rächte sich.
Jonathan Burkardt: War nach fünf Minuten zur Stelle und schädelte die Ebnoutalib-Vorlage wuchtig ein. Lief viel und die Augsburger früh an, holte alles aus sich raus. Einmal resolut von Keeper Dahmen zu Fall gebracht. War aber auch der Ball mit im Spiel – kein Elfer. Glücklos in der zweiten Hälfte, wie die Kollegen.
Mario Götze: Mal Libero und Ballabholer, mal links, mal rechts, eigentlich überall zu finden. Wichtige Triebfeder in der schwungvollen ersten Hälfte. Mitte der zweiten Hälfte ausgewechselt, da stand‘s dann plötzlich 1:3.
So lala
Ritsu Doan: Der Fast-Wüsten-Wechsler brachte sich zunächst in den Frankfurter Angriffswirbel ein. Mit manch feinen Anspielen und Drehmomenten. Nicht alles gelang, blieb auch mal hängen. Abgetaucht in Hälfte zwei.
Lilian Brassier: Unauffälliges Debüt des französischen Verteidigers. Kein grober Patzer, wirkte aber auch nicht immer sicher, konnte die Augsburger Einschläge nicht verhindern.
Keita Kosugi: Der kleine Japaner mit dem großen Kämpferherz lässt sich nichts bieten. Wirft sich trotz oder vielleicht wegen seiner körperlichen Nachteile nur so in die Zweikämpfe. Beim 1:1 nicht wirklich im Bilde.
Raphael Onyedika: Fegt dazwischen, grätscht, erfüllt die Kernaufgaben eines Sechsers. Dazu mit einem satten Fernschuss, den Dahmen hielt. Ließ beim 1:3 den Torschützen Claude-Maurice laufen.
Robin Koch: Der Kapitän hatte in der ersten Hälfte alles im Griff, da kamen die Augsburger aber auch nur selten in die Frankfurter Hälfte. Das änderte sich direkt nach Wiederanpfiff. Beim Ausgleich auch nicht wirklich im Bilde. Es bleibt dabei: Nach Rückschlägen bricht die Hintermannschaft auseinander.
Schwächelnd
Noah Atubolu: Zunächst kaum geprüft beim Heimdebüt im Adlerdress. Patzte dann entscheidend beim Augsburger Führungstor. Muss er festhalten, keine Frage. Fing sich noch zwei weitere Treffer, da aber schuldlos.
Elias Baum: Rackerte auf seiner rechten Seite, musste viel arbeiten. Gelang zunächst ganz gut. Ließ beim Ausgleich aber Ibrahimovic laufen, der ihn auch noch anköpfte. Lief danach auch noch ein ums andere Mal hinterher. Da reicht der Einsatz alleine nicht.
Can Uzun: Wandelt, etwas abgedroschen formuliert, irgendwie zwischen Genie und Wahnsinn. Wobei ja soviel Genie im Spielmacher steckt. Wie beim Steilpass auf Ebnoutalib vor dem 1:0. Hätte aber das 2:0 machen müssen. Insgesamt zu pomadig, verliert zu oft den Ball, immer gemessen an seinen Fähigkeiten.
Zu spät gekommen
Timothy Chandler, Fares Chaibi, Ayoube Amaimouni, Malik Pimpong