Hoffnungsträger im Eintracht-Mittelfeld: Noch fehlen Hoffnungsträger Onyedika ein paar Prozent

Eintracht-Sechser Onyedika: Schon wichtig, aber noch nicht in Topform

Stand: 28.09.2026, 14:19 Uhr

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Raphael Onyedika soll eine Problemposition bei Eintracht Frankfurt schließen. Der Nigerianer war sofort wichtig, hat aber noch nicht geglänzt.

Frankfurt – Sportvorstand Markus Krösche hatte die Stärkung des zentralen Mittelfelds von Eintracht Frankfurt in der vergangenen Transferperiode auf der Prioritätenliste ganz weit oben stehen. Die vielen 87 Gegentreffer, die der Klub in allen drei Wettbewerben kassierte, waren deutlich zu viele. Das nicht funktionierende Herzstück in der Mitte wurde dafür als ein Teil des Problems ausgemacht.

Raphael Onyedika gibt dem Spiel der Eintracht Struktur

Raphael Onyedika gibt dem Spiel der Eintracht Struktur © Florian Wiegand

Neben Noel Aseko vom FC Bayern München kam Raphael Onyedika vom FC Brügge zu den Hessen. Der Nigerianer war ein Jahr vor Ende seines Vertrags für zehn Millionen Euro ein Schnäppchen in heutigen Zeiten. Der 25-Jährige kam mit der Erfahrung von 24 Champions-League-Partien vom FC Brügge. Die Erwartung im Umfeld ist dementsprechend groß. Das zeigte auch der Schreck, als er sich nach dem Remis gegen den SC Freiburg (2:2) mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Schulter griff. Doch offenbar war die Verletzung nur halb so wild, er weilt aktuell beim Nationalteam.

Onyedika lässt sein Können bei der Eintracht aufblitzen

Onyedika konnte in seinen ersten vier Ligapartien 57 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnen. Er probiert, das Spiel der Hessen mit intelligenten zu ordnen und eine Struktur zu geben. Dabei lässt er sein Können bereits aufblitzen. Doch noch ist der Nationalspieler nicht vollständig angekommen in der Bundesliga.

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Onyedika hatte bei seiner Vorstellung angekündigt: „Ich möchte meinen eigenen Stil prägen und vor allem das umsetzen, was der Trainer von mir erwartet. Jeder hat gerne den Ball, doch wenn wir ihn nicht haben, möchte ich aggressiv dagegengehen, um ihn so schnell wie möglich zurückzuerobern.“ Dabei fehlt dem aggressiv auftretenden Sechser im Zweikampf phasenweise noch das richtige Timing.

Onyedika hat bereits drei Gelbe Karten gesammelt. Er verursachte beim Auswärtssieg in Mainz (3:1) einen Strafstoß und war am ersten Spieltag in Berlin (3:3) beim Führungstreffer indisponiert. Raphael Onyedika befindet sich also noch auf der Suche nach seiner Topform. Trotz dieser leichten und nach dem Wechsel auch verständlichen Probleme ist der neue Sechser schnell wichtig geworden für Trainer Adi Hütter.

Er hat bislang keine Sekunde verpasst. Und vor allem beim Erfolg in Mainz haben Onyedika und Kollege Aseko sich gut ergänzt. Das System mit Dreierkette tat dem Duo offenbar gut. Beim Remis gegen die Freiburger stellte Hütter zu Beginn wieder auf Viererkette um. Die Folge: Onyedika holte sich im Spielaufbau den Ball als letzter Mann ab. Aseko musste dadurch alleine große Räume bearbeiten und war zügig „platt“, wie der Trainer zugab.

Onyedika kann Eintracht-Schlüsselspieler werden

Das Potenzial, ein Schlüsselspieler zu werden, ist bei Onyedika vorhanden. Die Verantwortlichen geben ihm die nötige Zeit, sich an die Liga und das neu formierte Eintracht-Team zu gewöhnen. Der Block bis zur Länderspielpause im November umfasst fünf Bundesligapartien und das Pokalspiel beim Hamburger SV. In diesem Zeitraum werden im Optimalfall Verbesserungen deutlich sichtbar.

Er sollte dominanter werden: 56 Ballkontakte pro Partie und eine durchschnittliche Laufleistung von 10,67 Kilometern sind ausbaufähig. Onyedika bringt als defensiver Mittelfeldmann, der sich bei einem belgischen Topklub etabliert hat, die nötige Qualität mit. Hütter hat Geduld bei diesem großen Umbruch. Dennoch muss auch Onyedika das in ihn gezahlte Vertrauen zeitnah zurückzahlen.