Eiskunstlauf - Mehrere russische Athleten verlieren neutralen Status
Eiskunstlauf
Mehrere russische Athleten verlieren neutralen Status
Die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa darf auch als neutrale Athletin nicht mehr bei internationalen Wettbewerben starten. Das teilte der Eislauf-Weltverband ISU mit.
10.09.2026

Eine gleichlautende Entscheidung wurde zudem für den russischen Eiskunstläufer Mark Kondratjuk getroffen, der 2022 in Peking Bronze im Teamwettbewerb gewonnen hatte. Zudem wurde dem Eistanz-Paar Alexandra Stepanowa/Iwan Bukin erneut der neutrale Status verweigert.
Als neutraler Athlet darf laut Reglement nur starten, wer den Krieg gegen die Ukraine nicht "zu irgendeinem Zeitpunkt seit Februar 2022 aktiv und öffentlich unterstützt" hat. Auch die Teilnahme am Krieg oder der aktive Dienst in einer nationalen Sicherheitsbehörde Russlands oder von Belarus sind Ausschlusskriterien.
Den Entscheidungen gegen die russischen Eiskunstläufer seien individuelle Prüfungen vorausgegangen, hieß es in der Mitteilung. Einzelheiten nannte die ISU in keinem Fall. Die betroffenen Athletinnen und Athleten können vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Berufung einlegen.
Für Walijewa bedeutet die Entscheidung einen weiteren Rückschlag in ihrer noch jungen Karriere. Die damals 15-Jährige war vor den Winterspielen in Peking, bei denen sie zunächst Gold mit der Mannschaft gewann, positiv auf das Herzmedikament Trimetazidin getestet und später für vier Jahre gesperrt worden. Die Dopingsperre für Walijewa ist im Dezember 2025 abgelaufen.
Insgesamt hatten 234 Personen aus Russland und Belarus für die Saison 2026/27 Erklärungen zur Neutralität eingereicht, dazu gehören auch Mitglieder des Betreuerstabs.
Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.