Elon Musk liefert endlich die erste Folge der Grok-„Odyssey“

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Drei Monate nachdem Elon Musk versprochen hatte, mithilfe von KI eine „historisch korrekte“ Version von „The Odyssey“ zu produzieren, hat Grok nun die erste Folge seiner Antwort auf Christopher Nolans Kinoepos veröffentlicht.

Als Nolans Adaption von Homers Epos im Juni in die Kinos kam, warf Musk dem Regisseur vor, ein „antiweißer Rassist“ zu sein – wegen der Besetzung von Lupita Nyong’o als Helena von Troja. „Er will die Preise.“ Auf Musks Plattform X und anderen rechtsgerichteten Portalen wurden ähnliche Beschwerden über Elliot Pages Rolle als Sinon laut.

„Noch vor Jahresende wird Grok Imagine einen abendfüllenden Film der Odyssee drehen, der historisch korrekt und dem Werk Homers treu ist“, kündigte Musk im Juli an. Trotz des Online-Lärms spielte Nolans „The Odyssey“ über 600 Millionen Dollar an den US-Kinokassen ein, während Musk seine eigene Version des Epos kein weiteres Mal erwähnte – bis die ersten sieben Minuten am Freitag auf Grok erschienen.

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Als „kreative Zusammenarbeit mit Wonder Studios X und Regisseur Dev Walker“ bezeichnet, ist das erste Kapitel alles andere als die versprochene „historisch korrekte“ Darstellung des Stoffs: Schon allein die Tatsache, dass alle Figuren Englisch sprechen und nicht Homerisches Griechisch, spricht Bände.

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Technisch gesehen borgt sich die KI-„Odyssey“ optisch viel von Nolans Version – wirkt dabei aber weit weniger beeindruckend. Selbst gemessen an KI-Maßstäben überzeugt das Schauspiel kaum: „Seelenlos“ und „hölzern“ sind die häufigsten Kritikpunkte unter den KI-aufgeschlossenen Zuschauern in den Kommentaren.

Zum Redaktionsschluss hatten 4 Millionen Menschen Grok Imagines „The Odyssey“ gesehen. Nolans „The Odyssey“ hat weltweit über 1,78 Milliarden Dollar eingespielt.


Exklusives „The Odyssey“-Featurette: Im Studio mit Ludwig Göransson

Als Regisseur Christopher Nolan sich daran machte, „The Odyssey“ für die große Leinwand zu adaptieren, wollte er nicht nur, dass der Film wie das antike Griechenland aussieht – er sollte auch so klingen. Als er Komponist Ludwig Göransson wegen des Scores für den am 17. Juli startenden Film ansprach, forderte er den Oscar-Gewinner auf, authentische Instrumente aufzutreiben. Ein neues Featurette, das hier seine Premiere feiert, zeigt, wie Göransson mit einer Lyra, einem Aulos und Instrumenten aus Bronze – passend zur Bronzezeit als historischem Rahmen – einen homerischen Score schuf.