Ende der Sommerzeit: Uhren werden in der Nacht auf Winterzeit zurückgestellt

Ende der SommerzeitUhren werden in der Nacht auf Winterzeit zurückgestellt

24.10.2026, 20:18 Uhr

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Die Umstellung auf Winterzeit bringt eine Stunde mehr Schlaf - klingt verlockend, doch für viele beginnt nun eine Phase des Umgewöhnens. (Foto: dpa)

In der Nacht zum Sonntag werden die Uhren um eine Stunde zurückgedreht. Bis Ende März 2027 gilt dann die Normalzeit. Viele Menschen in Deutschland brauchen Tage, um sich daran zu gewöhnen. Vielen habe von diesem Ritual genug.

In der kommenden Nacht werden die Uhren um Punkt 3 Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Von Sonntagfrüh an gilt in Deutschland und den meisten Ländern Europas die Winterzeit. Die Umstellung wurde 1980 in Deutschland wieder eingeführt, um Energie zu sparen. Ziel ist eine bessere Ausnutzung der Tageshelligkeit. Bis zum 28. März 2027 gilt wieder die Normalzeit, auch Winterzeit genannt.

Zuständig für automatische Umstellung von Uhren in Deutschland ist die Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Experten der Behörde sorgen dafür, dass über einen Langwellensender mit Namen DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt/Main Funkuhren, Bahnhofsuhren und viele Uhren der Industrie mit dem Signal versorgt werden.

Wenn die Uhren umgestellt werden, braucht über die Hälfte der Menschen in Deutschland Tage fürs Drangewöhnen. Mehr als jeder Zehnte (13 Prozent) benötigt nach eigenen Worten sogar mehr als eine Woche für die Umstellung, wie eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Yougov ergab. Etwa drei Tage bis eine Woche fürs Gewöhnen brauchen 26 Prozent, weitere 27 Prozent ein bis zwei Tage. Gar keine Anpassungsschwierigkeiten haben nach demnach 29 Prozent der Menschen in Deutschland.

Dauer-Streitthema

Die Zeitumstellung wurde 1980 eingeführt - mit dem Ziel, das Tageslicht besser auszunutzen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass Tageslicht unser Wohlbefinden positiv beeinflusst.

Doch es gibt auch Kritik: In einer Befragung der Europäischen Kommission hatten sich 2018 80 Prozent der Teilnehmer dafür ausgesprochen, die Zeitumstellung in der EU zu beenden - von 4,6 Millionen Antworten kamen damals etwa 3 Millionen aus Deutschland. Eine europaweite Lösung für die Abschaffung ist jedoch nicht in Sicht, da sich die EU-Staaten seit Jahren nicht auf eine Position einigen können.

Von dem Prozedere sind die Deutschen weiterhin überwiegend genervt: 44 Prozent sagten Yougov, dass sie die Zeitumstellung "voll und ganz ablehnen", weitere 27 Prozent lehnen sie "eher ab". Für den Fall, dass die Zeitumstellung abgeschafft würde, sind sich die Befragten laut der Yougov-Erhebung ziemlich uneins: Für 40 Prozent sollte dann eine dauerhafte Sommerzeit gelten (abends länger hell, morgens länger dunkel). Das Gegenteil sagen 36 Prozent (dauerhafte Winterzeit, morgens früher hell, abends früher dunkel).

Quelle: ntv.de, kst/dpa