„Kann uns am A.... lecken!“: Stefan Mross rechnet auf After-Show-Party mit dem SWR ab
Ende von „Immer wieder sonntags“: Stefan Mross rechnet auf After-Show-Party mit SWR-Bossen ab
Stand: 06.09.2026, 22:08 Uhr
Kommentare
Stefan Mross weint bei seiner letzten Sendung – und rechnet auf der After-Show-Party knallhart mit dem SWR ab. Er spricht von Rauswurf und „negativer Energie“.
Rust – Zwei Stunden lang kämpfte Stefan Mross am Sonntag (6. September) im Ersten vor laufender Kamera gegen seine Gefühle – und verlor. Als die Redaktion einen Zusammenschnitt aus über drei Jahrzehnten Showgeschichte einspielte, griff der 50-Jährige zum Taschentuch. Stars wie Stefanie Hertel, Vanessa Mai, Andy Borg und Marianne und Michael – die extra ihren Ruhestand unterbrachen – kamen, um sich von „Immer wieder sonntags“ zu verabschieden. Mross fasste seinen Zustand in der Sendung in einem einzigen Satz zusammen: „Natürlich geht’s mir nicht gut. Alles andere wäre gelogen.“

Nach der Sendung lud der SWR ins Europa-Park-Hotel „Santa Isabel“ in Rust. Dort gab es einen Sektempfang, auf dem SWR-Intendant Kai Gniffke und SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler redeten. Die Sendung und die Moderation von Stefan Mross sollen dabei laut Informationen der Bild-Zeitung gelobt worden sein. Und auch die Gäste hätten Mross mit Applaus begrüßt, er habe sich gerührt die Tränen aus den Augen gewischt. Doch die Stimmung kippte – mit den SWR-Bossen schien der Moderator noch eine Rechnung offen zu haben.
Stefan Mross teilt nach letzter „Immer wieder sonntags“-Folge auf After-Show-Party aus
Mross erinnerte laut der Boulevardzeitung daran, dass er in den vergangenen Monaten nie öffentlich gegen ARD oder SWR geschossen habe: „Ich habe immer zu euch gehalten.“ Er zog eine Parallele zur Ehe: „Man hat ja eine wunderbare Zeit hinter sich. Nur das Ende, das Finale: Irgendwann trennt man sich. Wie man sich trennt, ist eine andere Sache.“ Seinen Rausschmiss bezeichnete Mross zuvor als „eiskalt“.
Laut Bild ging Mross besonders hart mit SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler ins Gericht, dem er seinen Rauswurf ankreidete. Mit den Worten „Da kann uns der Rest am A.... lecken!“ soll er in Richtung der Senderverantwortlichen ausgeteilt haben. Sein Dank für das „Immer wieder sonntags”-Team fiel dagegen herzlich aus, sein Abgang aus dem Saal war allerdings eindeutig: „Ich werde jetzt diesen Raum verlassen. Es ist zu viel negative Energie hier drinnen.“ Und weiter: „Ihr seid die Besten – von meiner Familie bis hin zu meinem letzten Kabelträger.“ Dabei gestand er, dass er eigentlich gar nicht hatte kommen wollen – es aber seinem Team schuldete. Bei Bild fügte er noch hinzu: Die Rede „war wohlüberlegt, weil ich im Vorfeld wusste, dass der SWR sich heute in erster Linie selbst feiern wird. Mein Team und ich sind alle traurig und die feiern sich? Das war für mich ein Punkt, wo mir der Kragen geplatzt ist.“ Schon im Vorfeld hatte er einen Schlusssatz angekündigt, der für Furore sorgen wird.
Nach Mross-Rede: SWR wird sich „nicht öffentlich äußern“
Und der SWR? Ein Sprecher reagierte bei der Boulevardzeitung auf die Vorwürfe: „Uns war wichtig, Stefan am Ende unserer langen und guten Zusammenarbeit nochmals die Bühne zu geben, die er nach mehr als 20 Jahren verdient hat. Wir haben immer wieder betont, wie schwer uns die Entscheidung, ,Immer wieder sonntags’ zu beenden, gefallen ist. Bei aller verständlichen Emotionalität war und ist uns ein respektvolles Miteinander wichtig. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu Aussagen auf einer internen Veranstaltung nicht öffentlich äußern.“
Der SWR hatte die Absetzung von „Immer wieder sonntags“ am 20. März bekannt gegeben – trotz stabiler Quoten, aus Spargründen. Mross hatte damals unter Schock reagiert und berichtet, er und seine Partnerin Eva Luginger hätten geweint. Zwei Petitionen für den Erhalt der Show sammelten Tausende Unterschriften. Am 13. September folgt eine letzte Best-of-Ausgabe. (Quellen: Bild, Immer wieder sonntags/ARD/Ausgabe 6. September) (jh)