Entega übertrifft Planzahlen

Stand: 13.07.2026, 18:31 Uhr

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Der Darmstädter Energie- und Telekommunikationsversorger will bis 2030 mehr als eine Milliarde Euro investieren.

Der Darmstädter Ökoenergieanbieter Entega kann seinen Kundinnen und Kunden laut Entega-Chefin Marie-Luise Wolff „stabile und faire Preise über lange Zeiträume hinweg bieten“.

Die Unternehmenszentrale der Entega AG befindet sich an der Frankfurter Straße in Darmstadt. © Renate Hoyer

Darmstadt – Das Darmstädter Versorgungsunternehmen Entega hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren Betriebsergebnis als geplant abgeschlossen. Laut einer Mitteilung des kommunalen Energie- und Telekommunikationsunternehmens lag die Gesamtleistung bei mehr als 3,1 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe mit 121,7 Millionen Euro um 6,4 Millionen Euro über dem Plan gelegen. Der Konzerngewinn von 46,4 Millionen Euro habe den ursprünglich anvisierten Wert um 2,8 Millionen Euro übertroffen.

Die Entega investierte 2025 knapp 207 Millionen Euro

Bis 2030 will die Entega nach Angaben von Vorstandschef Thomas Schmidt rund 1,1 Milliarden Euro in den Ausbau des Glasfasernetzes, die Ertüchtigung der Stromnetze, die Sanierung der Wasserleitungen sowie den Ausbau insbesondere des Darmstädter Fernwärmenetzes investieren.

Im Geschäftsjahr 2025 investierte der Konzern bereits knapp 207 Millionen Euro. Schmidt hatte Anfang des Jahres Marie-Luise Wolff an der Entega-Spitze abgelöst. Den dreiköpfigen Vorstand komplettieren Finanzvorstand Albrecht Förster und das neue Mitglied Julia Klinger.

Neu im Vorstand

Julia Klinger ist seit dem 1. Juli als neues Entega-Vorstandsmitglied für Personal und Infrastruktur zuständig. Die promovierte Mathematikerin, die seit vielen Jahren in leitenden Funktionen im Konzern tätig war, ist Nachfolgerin von Andreas Niedermaier, der Ende Juni in den Ruhestand getreten ist. Klinger war fast 16 Jahre lang Geschäftsführerin der Entega-Abwasserreinigung. Die beiden langjährigen Prokuristen Klaus Wagner und Martin Jakob wurden dort zu neuen Geschäftsführern bestellt.

Julia Klinger ist seit dem 1. Juli 2026 im Entega-Vorstand zuständig für Personal und Infrastruktur.

Julia Klinger ist seit dem 1. Juli 2026 im Entega-Vorstand zuständig für Personal und Infrastruktur. © Entega AG

Steigender Stromabsatz im Geschäftskundenbereich

Vorstandschef Schmidt sagte, die Entega habe im vorigen Jahr gezeigt, dass sie wachsen, investieren und gleichzeitig stabil bleiben könne.

Insbesondere der gestiegene Stromabsatz im Geschäftskundenbereich führte nach Angaben des Unternehmens im Geschäftsfeld Vertrieb zu höheren Umsatzerlösen. Im Handel hätten hingegen Mengeneffekte und ein gesunkenes Preisniveau zu einem Umsatzrückgang geführt.

Im Geschäftsfeld Netze seien die Umsätze aus Netzentgelten und Umlagen gestiegen, im Geschäftsfeld Erzeugung habe sich die positive Mengenentwicklung bemerkbar gemacht. Die Personalaufwendungen stiegen auf 233,3 Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und resultiert aus Tariferhöhungen sowie einem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeitendenzahl von 2.370 auf 2.458.

Entega AG in Darmstadt schüttet 31,7 Millionen Euro aus

Die Hauptversammlung des Unternehmens hat indes dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,37 Euro je Aktie auszuschütten.

Bei rund 86 Millionen Aktien entspricht dies einer Gesamtausschüttung von 31,7 Millionen Euro und liegt damit auf dem Niveau der vergangenen Jahre.