„Er ist tot und ihr seid schuld“: Tierheim wütet nach Tod von Katzenbaby

Stand: 06.10.2026, 22:32 Uhr

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Ein Katzenbaby ist gestorben. Für das Tierheim ein vermeidbares Schicksal. Auf Facebook macht die Einrichtung ihrem Ärger Luft.

Nürnberg – „Er ist tot und ihr seid schuld!“ So drastisch beginnt einer der neuesten Facebook-Beiträge des Nürnberger Tierheims. Konkret richtet sich die Wut an alle Menschen, „die immer noch meinen, ihre Freigängerkatzen draußen unkastriert rumlaufen zu lassen. Oder an die Menschen, die ihre Tiere wahllos vermehren.“

Katzenbabys

Mehrere Katzenbabys haben überlebt, eines leider nicht. © Tierheim Nürnberg (Collage: Merkur.de)

Tierheim Nürnberg wütet über Schicksal von Katzenbaby: „Er ist tot und ihr seid schuld“

„Dieses kleine Katzenkind hatte keine Chance auf Leben“, schreibt das Tierheim Nürnberg zu zwei Fotos auf Facebook. Es hätte vielleicht einmal einen Namen und ein liebevolles Zuhause gehabt. „Nichts davon wird es erleben, weil seine Mutter es draußen alleine auf die Welt bringen musste – in einem Industriegebiet in Nürnberg.“ Vermutlich sei sie zu jung oder einfach überfordert gewesen. Sie ließ ihre neugeborenen Katzenkinder auf einem Firmengelände zurück und verschwand.

Insgesamt fünf Babys hat sie bekommen, eines hat nicht überlebt. „Wöchentlich wird unser Notdienst mittlerweile zu solchen Einsätzen gerufen. Verwilderte Hauskatzen, die ihre Babys draußen bekommen müssen, komplett auf sich allein gestellt, meistens mehrmals im Jahr“, schreibt die Einrichtung weiter. Dort leben aktuell 150 Katzen. Der Großteil davon sind Fundtiere und Tiere aus Beschlagnahmungen.

Tierheim Nürnberg fordert Kastrationspflicht, um Leid der Katzen einzudämmen

Allein 55 Babykatzen mit und ohne Mütter sitzen im Welpenhaus, ausnahmslos alle wurden herrenlos aufgefunden. „Wie viele Katzenbabys und ihre Mütter draußen elendig sterben, möchten wir gar nicht wissen. Das Leid der Katzen wird immer größer und damit auch die Forderung nach einer Kastrationspflicht!“ Denn damit könnte das Elend eingedämmt werden.

Dem stimmen die Follower des Tierheims zu: „Das Elend der Tiere wird immer schlimmer“, schreibt eine Frau. Eine weitere meint: „Es gehört schon lange eine Kastrationspflicht/Katzenschutzverordnung in Bayern her. Andere Bundesländer/Gemeinden schaffen das doch auch! Markus Söder, handeln Sie endlich“, appelliert sie an Bayerns Ministerpräsidenten. Über 730 Likes gab es bereits für den Beitrag. Auch das Schicksal eines Igels machte die Einrichtung kürzlich wütend: „Was habt ihr euch dabei gedacht?“, schrieb das Tierheim auf Facebook. (Quelle: Tierheim Nürnberg) (kam)