Erdbeben erschüttern zwei Urlaubsregionen - Mehrere Todesopfer gemeldet
Erdbeben erschüttert Andalusien – Notfallplan aktiviert, erste Schäden gemeldet
Stand: 15.08.2026, 08:21 Uhr
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Im Süden Spaniens bebte in der Nacht die Erde. Das Epizentrum des Erdbebens liegt am Südrand der historisch bedeutenden Stadt Granada.
Andalusien/Spanien – Ein Erdbeben mittlerer Stärke hat in der Nacht von Freitag auf Samstag, den 15. August, die südspanische Provinz Andalusien erschüttert. Nach ersten Angaben ereignete sich das Erdbeben in einer Tiefe von 10 Kilometern, das Epizentrum befindet sich in einer bei Urlaubern beliebten Gegend. Ein Notfallplan wurde aktiviert, erste Schäden gemeldet.

Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke des Bebens südlich der Stadt Granada mit 5,2 an, Spaniens IGN-Institut mit 5,0 und das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ) mit 4,9. Bei ersten Messungen sind begrenzte Abweichungen nicht ungewöhnlich.
Vorfall in Andalusien: Notfallplan für Erdbeben aktiviert
Die Provinzregierung teilte mit, ein Notfallplan für Erdbeben sei aktiviert worden. Es habe Steinschläge sowie Schäden an einigen Gebäuden gegeben. Das Epizentrum lag USGS zufolge in der Nähe des Ortes Otura am Südrand Granadas. Die Stadt ist unter anderem berühmt für die mittelalterliche Burg Alhambra, ein herausragendes Beispiel maurischer Architektur, das zum Unesco-Weltkulturerbe zählt.
Das Erdbeben trifft mit Andalusien eine Region, die in den vergangenen Wochen bereits mit schweren Waldbränden zu kämpfen hatte. Viele Einwohner mussten wegen der Waldbrände ihre Häuser verlassen. Bei einem folgenschweren Waldbrand in der andalusischen Provinz Almería kamen im Juli 14 Menschen ums Leben.
Mehrere Todesopfer bei Erdbeben vor Indonesien
In der Nacht bebte auch die Erde vor der Küste der indonesischen Insel Flores. Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab hier die Stärke mit 7,7 an. Mindestens 20 Personen sind nach Angaben des Rettungsdienstes gestorben. Das sagte Fathur Rahman von der Such- und Rettungsbehörde der Stadt Maumere am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Auch in Indonesien ereignete sich das Beben in einer Tiefe von rund 10 Kilometern, etwa 70 Kilometer nordwestlich des Ortes Ende im Zentrum der Insel. Indonesische Behörden gaben eine Tsunami-Warnung aus, die später wieder aufgehoben wurde.
Die Insel Flores gehört zur indonesischen Provinz Ost-Nusa-Tenggara. Der Westen der Insel mit der Stadt Labuan Bajo ist ein bei Touristen beliebtes Ziel, vor allem als Basis für Ausflüge zum Tauchen, Schnorcheln und für Besuche im Komodo-Nationalpark. Dort leben die Komodowarane – Echsen, die gut zwei Meter lang werden können. Das Zentrum der Insel rund um Ende, rund 300 Kilometer weiter östlich, gilt hingegen als eher abgeschieden und touristisch kaum erschlossen.
Flores ist eine der mehr als 17.000 Inseln des Staats in Südostasien. In der geologisch aktivsten Zone der Erde, dem sogenannten Pazifischen Feuerring, kommt es regelmäßig zu Beben und Vulkanausbrüchen.
Erst vor wenigen Tagen erschütterte ein schweres Erdbeben Kolumbien. Das Land beklagte viele Todesopfer. Quellen: (dpa, AFP) (jl)