Erneut Angriff aufs Stromnetz?: Brand an Umspannwerk in Berlin-Mitte
In der Nacht zu Montag hat es in einem Umspannwerk in Berlin-Mitte gebrannt. Wie die Berliner Polizei auf X mitteilte, wurden Einsatzkräfte der Behörde gemeinsam mit der Berliner Feuerwehr gegen 2.40 Uhr in die Bissingzeile nach Tiergarten alarmiert. Demnach brannten eine Baustelle und ein Teil des Umspannwerkes, welche durch das Feuer beschädigt wurden.
Die Feuerwehr war mit 54 Einsatzkräften vor Ort. Das Feuer konnte nach fünfeinhalb Stunden gelöscht werden, teilte ein Sprecher der Feuerwehr dem Tagesspiegel mit. „Wir wissen nicht, wo das Feuer angefangen hat, ob auf der Baustelle oder an dem Umspannwerk“, so der Sprecher. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernimmt die Polizei.
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Derzeit sei noch unklar, ob es sich dabei um vorsätzliche Brandstiftung handelt. Die Kriminalpolizei ermittelt nun vor Ort mithilfe des Betreibers, ob eine Straftat vorliegt oder ob der Brand durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde. Die Stromversorgung sei aktuell nicht beeinträchtigt, so die Polizei.
In den vergangenen Tagen kam es zu einer Reihe von Sabotageversuchen auf die Stromversorgung in Deutschland: Unter anderem waren ein Umspannwerk in Brandenburg (Jänschwalde) und zwei Umspannwerke (Bergheim und Dormagen) in Nordrhein-Westfalen betroffen. Mittlerweile fahndet die Polizei europaweit nach einem Mann, der die Sabotageaktionen gegen das deutsche Stromnetz verübt haben soll.
Die Vorfälle konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen – in allen drei Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt. „Wir befinden uns immer noch in der Fahndungslage“, sagte eine Sprecherin der Polizei Köln am Samstagmorgen der Nachrichtenagentur AFP. Es seien „starke Polizeikräfte im Einsatz“, fügte sie hinzu.