Erneuter Fund der Asiatischen Tigermücke in Darmstadt – was Einwohner jetzt beachten sollten
Stand: 30.08.2026, 12:00 Uhr
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Im Westen von Darmstadt wird eine Asiatische Tigermücke gefunden. Das Gesundheitsamt nimmt den Fund ernst – und erklärt, was Bürger jetzt tun sollten.
Darmstadt – Im Westen von Darmstadt ist eine Asiatische Tigermücke nachgewiesen worden. Die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) hat die Stadt über den Fund informiert, wie die Stadt Darmstadt in einer Pressemitteilung mitteilte. Bisher gibt es in Darmstadt jedoch keine Hinweise auf eine fest ansässige Population des Insekts.
Der aktuelle Nachweis reiht sich in eine überschaubare Zahl von Einzelfunden ein, die dem Hessischen Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) bislang aus der Bevölkerung gemeldet worden sind. Von einer dauerhaft etablierten Tigermückenpopulation in der Stadt könne nach aktuellem Stand keine Rede sein, so die Mitteilung.
Dennoch nimmt das Gesundheitsamt den Vorfall ernst. „Das Gesundheitsamt nimmt den Fund sehr ernst, weil die Asiatische Tigermücke eine potenzielle gesundheitliche Gefahr darstellt. Auch wenn die Gefahr einer Übertragung von Krankheitserregern laut Landesgesundheitsamt derzeit gering ist: Wenn wenige Tage nach einem Mückenstich Krankheitssymptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auftreten, sollten Betroffene zur Abklärung ihren Hausarzt aufsuchen“, erklärte Gesundheitsdezernent André Schellenberg.
Dengue und Zika: Welche Krankheiten die Tigermücke übertragen kann
Die Asiatische Tigermücke gilt als potenzieller Überträger zahlreicher Krankheitserreger – darunter die Viren, die Dengue- und Zika-Fieber auslösen. Sie ist im Sinne des Paragraphen 2 Nr. 12 Infektionsschutzgesetzes als Gesundheitsschädling eingestuft. Allerdings ist eine Übertragung auf Menschen hierzulande nur dann möglich, wenn die Mücke zuvor einen infizierten Menschen oder ein infiziertes Tier gestochen hat. Da solche Krankheitserreger in Deutschland bislang vor allem durch infizierte Reiserückkehrer eingeschleppt werden, bleibt das Übertragungsrisiko aktuell gering.
Umweltdezernent Michael Kolmer verwies auf den Klimawandel als Treiber der Ausbreitung: „Aufgrund des Klimawandels und der milden Winter kann sich die Asiatische Tigermücke auch in Deutschland zunehmend leichter ansiedeln. In zahlreichen südeuropäischen Ländern ist sie bereits etabliert.“ Auch in Frankfurt und Wiesbaden breitet sich die Astiatische Tigermücke aus.
Was Darmstädter jetzt tun können
Um einer möglichen Ansiedlung der Tigermücke vorzubeugen, bittet die Wissenschaftsstadt Darmstadt die Bevölkerung um aktive Mithilfe. Das Insekt legt seine Eier bevorzugt in kleinen stehenden Wasseransammlungen ab – etwa in Topfuntersetzern, Tiertränken oder verstopften Dachrinnen.
Die Stadt empfiehlt folgende Maßnahmen:
- Stehendes Wasser in Untersetzern, Eimern und Gießkannen vermeiden oder regelmäßig vollständig entleeren
- Wasser in Tiertränken regelmäßig erneuern
- Regentonnen und Zisternen mückendicht verschließen
- Dachrinnen regelmäßig von Verunreinigungen befreien
Darüber hinaus kann laut Mitteilung auch die Förderung natürlicher Fressfeinde helfen, Mückenbestände zu reduzieren. Dazu zählen räuberische Insekten wie Libellenlarven, Wasserkäfer und -wanzen sowie Amphibien, Fische, Fledermäuse und Vögel. Wer diese Tiere im eigenen Garten fördert, trägt nicht nur zur Eindämmung der Tigermücke bei, sondern hilft auch gegen heimische Stechmückenarten. Weitere Informationen stellt das HLfGP auf seiner Internetseite bereit.