Jones sorgt für Schockmoment – doch dann erklärt Rapp
FC St. Pauli
Erst ein-, dann wieder ausgewechselt: So steht es um St. Paulis Ricky-Jade Jones
Ricky-Jade Jones schien sich in Hannover wieder schwer an der Schulter verletzt zu haben. St. Paulis Trainer Marcel Rapp erklärte den Stand der Dinge.
Es sah alles nach Drama aus. Und wieder mit einem im Mittelpunkt, der davon schon mehr als genug gehabt hat, seitdem er beim FC St. Pauli gekommen ist. Doch am Ende ist es wohl glimpflich abgelaufen für Ricky-Jade Jones beim 1:1 in Hannover.
In Minute 86 war der Engländer für den ausgepowerten Torschützen Abdoulie Ceesay eingewechselt worden, sollte mit seinem Tempo und seiner Dynamik nochmal für Entlastung und Gefahr sorgen. Das schien auch zu klappen bei einem Konter in der zweiten Minute der Nachspielzeit, doch dann wurde Jones von zwei Hannoveranern rüde zu Boden gebracht.
St. Paulis Ricky-Jade Jones verletzte sich in der Nachspielzeit
Gepfiffen wurde die Aktion nicht, aber Jones blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen und ließ Betreuer und Arzt auf den Platz kommen. Am Kopf schien es ihn erwischt zu haben, oder doch an der Schulter? Schwer zu sehen von der Tribüne. In jedem Fall ging es nicht weiter für ihn, gestützt von Dr. James Morgan verließ Jones den Platz und musste gegen Taichi Hara wieder ausgewechselt werden.
Erinnerungen wurden wach an die schwere Schulterverletzung, die Jones im Sommer des Vorjahres beim Vorbereitungsspiel in Drochtersen erlitten hatte. Mehrere Monate hatte er danach pausieren müssen, doch das scheint diesmal nicht vonnöten zu sein. Und Trainer Marcel Rapp klärte dann auch noch die ganze Szenerie auf.
St. Paulis Coach Marcel Rapp erklärte die Jones-Auswechslung
„Wir haben Ricky nicht ausgewechselt, weil er verletzt war“, ließ der Coach zum großen Erstaunen der Anwesenden wissen. Jones gehe es den Umständen entsprechend gut, „zumindest habe ich bisher nichts Gegenteiliges gehört“. Vielmehr sei es so gewesen: „Es lief ja schon die Nachspielzeit, und Ricky hätte auf jeden Fall eine Minute draußen bleiben müssen.“ Das habe man unbedingt verhindern wollen, „also haben wir Taichi für ihn gebracht“.