„Es war zu erwarten“: Politiker fordern nach Hacker-Angriff auf LMU Konsequenzen
Stand: 06.10.2026, 14:00 Uhr
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Bei der LMU wurden rund 600.000 Datensätze gestohlen. Darunter sind auch persönliche Angaben wie Bankdaten. Die SPD sieht ein absehbares Problem.
München – Es ist einer der größeren Cyberangriffe der jüngeren Geschichte: Bislang unbekannte Täter haben am 16. September in großem Umfang Daten der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München gestohlen – darunter auch so persönliche wie Adressen, Bankverbindungen, Details zu Krankenversicherungen und zum BAfÖG. Insgesamt sind nach Angaben der Universität rund 600.000 Datensätze aus 50 Jahren abgeflossen. „Was für ein Fiasko“, schimpft Landtagsabgeordnete Katja Weitzel (SPD). Die Genossen fordern nun Konsequenzen. „Im ungünstigsten Fall haben wir bald den gläsernen Studierenden im Netz – Datenmissbrauch inbegriffen.“
Hacker-Angriff auf LMU in München: „Es war zu erwarten, dass das irgendwann passiert“
Es sei schlimm genug, dass so etwas passieren konnte, sagt Weitzel weiter. „Noch schlimmer: Es war zu erwarten, dass das irgendwann passiert.“ Allem Anschein nach sei die Uni noch mal mit einem blauen Auge davongekommen. Umso mehr müssten jetzt Taten folgen.
Die SPD fordert daher, den Vorfall genau zu analysieren und die Uni-IT schnellstmöglich auf einen Stand zu bringen, der Hackerangriffe weitgehend ausschließt. Weitzel: „Dass die bisherige Sicherheitsarchitektur nicht ausreicht, ist ja nun hinreichend bewiesen.“
Hacker-Angriff auf die LMU in München: Bislang gebe es keine Hinweise auf Veröffentlichungen
Immerhin: Bislang gebe es keine Hinweise auf Veröffentlichungen im Darknet, und auch zu einer etwaigen Erpressung sei nichts bekannt geworden. Cyber-Sicherheit sei allerdings nicht nur ein Thema für die LMU. Letztlich müssten sämtliche bayerischen Universitäten vor Hackerangriffen geschützt sein. „Dabei geht es neben persönlichen Daten auch um Forschungsergebnisse, technisches Know-how und geistiges Eigentum“, betont Weitzel.
Die SPD fordert sofortige Gegenmaßnahmen. Was zeitnahe und umfassende Informationen des Landtags über den Vorfall selbst, aber auch über die Sicherheitsstandards an bayerischen Hochschulen sowie etwaige Konsequenzen der Staatsregierung erfordert. Weitzel hat dafür einen Fragenkatalog erstellt und eingereicht.