Schock in Portugal: Ex-Benfica-Star kommt mit nur 43 Jahren bei tragischem Verkehrsunfall ums Leben
Ex-Benfica-Profi stirbt nach tödlichem Autounfall in Portugal mit 43 Jahren
Stand: 13.07.2026, 20:06 Uhr
Der portugiesische Fußball trauert um einen ehemaligen Profi von Benfica Lissabon, der bei einem Verkehrsunfall in Portugal ums Leben kam. Der Flügelstürmer wurde nur 43 Jahre alt.
Lissabon – Der ehemalige portugiesische Fußballer Emanuel de Jesus Bonfim Evaristo, besser bekannt unter seinem Spitznamen Manú, ist tot. Er starb am 11. Juli 2026 bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Sobral de Monte Agraço im Großraum Lissabon. Der gebürtige Setúbaler wurde nur 43 Jahre alt. Mehrere portugiesische Medien berichteten übereinstimmend über den tragischen Tod des früheren Profis, der in seiner aktiven Karriere vor allem als Rechtsaußen in Erscheinung getreten war.

Fast genau ein Jahr, nachdem Landsmann Diogo Joto ebenfalls bei einem Autounfall ums Leben kam und nun bei der WM noch einmal geehrt wurde, hinterlässt auch Manú eine Lücke in der portugiesischen Fußballgemeinde. Sein erster Profiverein, FC Alverca, bestätigte den Tod des Spielers offiziell. Auch SL Benfica, der bekannteste Klub in seiner Laufbahn, veröffentlichte eine Kondolenzbekundung. Die Anteilnahme war groß – selbst aus China, wo Manú einst kurz aktiv war, kamen Beileidsbezeugungen.
Von Portugal bis China– Manú hatte viele Karriere-Stationen
Manú wurde am 28. August 1982 in Setúbal geboren und durchlief die Jugendabteilungen von Vitória Setúbal, ehe er zur Nachwuchsakademie des FC Alverca wechselte. Dort absolvierte er 2001 auch seine ersten Schritte als Profi in der Primeira Liga und empfahl sich mit soliden Leistungen drei Jahre später für einen Wechsel zum Rekordmeister Benfica.
Beim Lissabonner Großklub war Manús Weg jedoch zunächst von Leihstationen geprägt. Direkt nach seinem Wechsel zu Benfica wurde er nach Italien verliehen – erst zum Zweitligisten Modena FC, dann zum Viertligisten AC Carpenedolo, ebenfalls in Italien. Zurück in Portugal, trug er das Trikot von Estrela Amadora, wo ihm mit 31 Ligaeinsätzen und sieben Toren in der Saison 2005/06 sein bislang stärkster Auftritt in der obersten portugiesischen Spielklasse gelang.
Den Höhepunkt seiner Zeit bei Benfica erlebte Manú in der Saison 2006/07: Er bestritt beide Partien der Champions-League-Qualifikation gegen FK Austria Wien, die Benfica mit einem Gesamtresultat von 4:1 für sich entschied. Zudem stand er als Einwechselspieler in der Gruppenphase gegen den FC Kopenhagen auf dem Platz. Im Sommer 2007 folgte eine Leihe zum griechischen Erstligisten AEK Athen.
2010 ging er ein weiteres Karriere-Highlight an: Manú unterschrieb beim polnischen Spitzenklub Legia Warschau. Im Pokalfinale 2010/11 gegen Lech Posen erzielte er den Ausgleich, Legia gewann schließlich im Elfmeterschießen 5:4. In der Folgesaison wiederholte er den Titelgewinn. Die beiden Trophäen sollten seine einzigen als Profi bleiben.
Anfang 2012 wagte Manú einen ungewöhnlichen Schritt und heuerte beim chinesischen Erstligisten Beijing Guoan an. Die Zeit in Peking war kurz: In sieben Ligaspielen gelang ihm ein Tor, ausgerechnet gegen den Rivalen Shanghai Shenhua. Taktische Umstellungen und Formprobleme sorgten dafür, dass sein Vertrag nicht verlängert wurde. Noch im selben Jahr kehrte er für Stationen in Zypern und Portugal nach Europa zurück. Mit 36 Jahren beendete der Rechtsfuß seine Spielerkarriere endgültig.
Anteilnahme um verstorbenen Manú aus Portugal und China
Die Reaktionen auf Manús Tod ließen nicht lange auf sich warten und lassen erkennen, welche Spuren er in Europa und Asien hinterlassen hat: Beijing Guoan aus China teilte mit, man sei „zutiefst bestürzt“ und spreche der Familie „aufrichtiges Beileid“ aus. In Portugal zeigte sich neben Benfica und Alverca auch der Fußballverband der Region Setúbal betroffen – mit einem Nachruf unter dem Titel: „Der Fußball trauert um Manú.“ (fn)