„Es schadet allen“: Hitzlsperger warnt vor Eskalation zwischen Klopp und Kimmich

Ex-DFB-Star warnt Klopp in der Kimmich-Debatte

Stand: 10.10.2026, 07:58 Uhr

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Die Diskussion um Joshua Kimmichs Zukunft beim DFB reißt nicht ab. Jetzt warnt Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger Jürgen Klopp vor den möglichen Folgen.

Dortmund – Die Debatte um Joshua Kimmich und seine Rolle in der deutschen Nationalmannschaft nimmt kein Ende. Obwohl Bundestrainer Jürgen Klopp seinem Kapitän zuletzt immer wieder den Rücken stärkte, wird weiter über dessen Zukunft diskutiert. Jetzt hat sich auch der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger eingeschaltet. Der 44-Jährige sieht starkes Konfliktpotenzial und fordert den Bundestrainer auf, bestenfalls schnell für Klarheit zu sorgen.

Thomas Hitzlsperger fordert von Jürgen Klopp eine schnelle Klärung der Diskussion um Joshua Kimmich.

Thomas Hitzlsperger fordert von Jürgen Klopp eine schnelle Klärung der Diskussion um Joshua Kimmich. © Tom Weller/dpa und picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Vor dem Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen am Freitagabend, das mit einem 2:2-Remis endete, äußerte sich Hitzlsperger bei Sky zur Situation des Bayern-Profis. „Es ist ganz kompliziert. Ich bin ganz gespannt, wie es weitergeht“, erklärte der Ex‑Mittelfeldspieler. Vor allem die ungeklärte Perspektive des DFB-Kapitäns bereitet ihm Sorgen. Sollte die Diskussion weitergehen, könnte sie nach Hitzlspergers Einschätzung immer mehr zum Problem werden.

Hitzlsperger warnt Klopp: „Da steckt Sprengstoff drin“

„Jürgen Klopp, der so vieles gut kann, weiß, dass das ein großes Thema werden kann, wenn das nicht bald gelöst wird“, sagte Hitzlsperger. Heikel wäre es aus seiner Sicht, Kimmich in Zukunft zwar zu nominieren, ihm aber keine regelmäßigen Einsätze zu geben. Ein derartiges Szenario bezeichnete er als „Riesenproblem“.

Im Anschluss richtete er einen Appell an den Bundestrainer: „Da steckt Sprengstoff drin.“ Klopp müsse möglichst bald das Gespräch mit seinem Kapitän suchen. Dabei sei zunächst zweitrangig, ob der 59-Jährige langfristig auf Kimmich setzen oder verstärkt jüngeren Spielern vertrauen wolle. Entscheidend sei, dass beide Seiten wüssten, woran sie seien.

„Da braucht es eine Klarheit, zuerst unter den beiden und dann öffentlich“, forderte Hitzlsperger. Anders drohe die Diskussion immer weiterzugehen: „Denn sonst zieht sich dieses Thema in die Länge und es schadet allen.“ Von einem möglichen Zerwürfnis zwischen dem Bundestrainer und Kimmich sprach er nicht.

Ausgelöst wurde die Diskussion vor allem durch Klopps ungewöhnliche Kaderplanung während der Länderspielphase zuletzt. Kimmich machte die ersten beiden Nations-League-Spiele gegen die Niederlande und Griechenland, gehörte dann aber nicht mehr zum zweiten Aufgebot. Der Kapitän wäre gerne bei der Mannschaft geblieben, aber Klopp wollte weiteren Spielern die Chance geben, sich zu präsentieren.

Beim 2:0 gegen Serbien überzeugten dann Kimmichs Bayern-Kollegen Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof im zentralen Mittelfeld. Auch beim 0:0 in Griechenland gehörte der 31-Jährige nicht zum Kader und die starken Leistungen seiner deutlich jüngeren Konkurrenten befeuerten die Frage, ob Kimmich unter Klopp weiterhin einen unumstrittenen Stammplatz hat. (luh)