Expertin alarmiert: Junge Menschen glauben nicht mehr an eigene Rente - doch der erste Blick täuscht
Expertin schlägt Alarm: Junge Menschen glauben nicht mehr an eigene Rente – dabei gibt es Hoffnung
Stand: 20.07.2026, 22:00 Uhr
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Junge Menschen haben massive Zukunftsangst und sorgen immer seltener fürs Alter vor. Eine Rentenexpertin schlägt nun Alarm – weist aber auch auf Positives hin.
Berlin – Immer weniger junge Menschen glauben noch an eine gute Zukunft ihrer eigenen Rente. Das Vertrauen in das deutsche Rentensystem schwindet seit Jahren. Zwar stufen in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Versicherers Generali über drei Viertel der 18- bis 32-Jährigen das Thema Altersvorsorge als bedeutsam ein. Nur rund die Hälfte der jungen Menschen legt aber wirklich Geld zurück. Tendenz sinkend. Bei Männern sind 61 Prozent um ihr Geld im Alter besorgt, bei Frauen sogar 82 Prozent. Beobachter begründen das oft mit fehlendem Wissen über das Rentensystem. EIne Expertin bringt nun noch einen weiteren Grund ins Spiel.

Diese Skepsis überrascht Henriette Wunderlich nicht. Die Referentin für Rentenfragen beim Sozialverband Deutschland (SoVD) gibt eine deutliche Antwort auf die Frage, ob man sich als junger Mensch noch auf die gesetzliche Rente verlassen soll: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten nicht“, sagt die Rentenexpertin im neuen Teil der Videoserie „Ihr wollt‘s wissen“ des Münchner Merkur von Ippen.Media. Wunderlich beklagt im Interview (das gesamte Gespräch rund um die Rente und die Frage, was die neuen Reformen für Sie bedeuten, finden Sie auf unserem YouTube-Kanal), dass in der öffentlichen Debatte oft zu schlecht über die gesetzliche Rente gesprochen werde. Sie kritisiert aber auch die jüngst vorgestellten Reformpläne für die Rente. „Das, was jetzt geplant ist, ist ja auch ein Abschmelzen der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung“, lautet ihr Urteil.
Rente: Junge Menschen haben kaum noch Hoffnung
„Ich rechne damit, dass ich länger arbeiten muss, dass das Renteneintrittsalter weiter ansteigt“, sagt die SoVD-Rentenfachfrau über ihre Prognose. „Aber wir kämpfen natürlich dafür, dass auch die gesetzliche Rente am Ende für meine Generation und mich reicht“, so Wunderlich. „Wir als SoVD wollen dazu beitragen, die Debatte zu versachlichen, indem wir über Mythen aufklären und generell versuchen, zu erklären, wie die Rente funktioniert.“ Die Komplexität des Systems sei ein Punkt, der viele abschrecke. „Viele sind verunsichert, gerade junge Menschen.“ Wunderlich sagt im Interview, das Rentensystem sei deutlich besser als sein Ruf. (Verwendete Quellen: Videoserie „Ihr wollt‘s wissen“, Generali Befragung „Junge Menschen und Altersvorsorge“ )