Schock in Aarau: Fabrizio Grande überlebt Schusswaffenangriff auf Rave

Publiziert1. September 2026, 21:53

Verletzter von Aarau-RaveFabrizio (31): «Habe nicht realisiert, dass ich getroffen wurde»

Fabrizio Grande wurde beim Schusswaffenangriff auf Rave-Gäste in Aarau an der Hüfte getroffen. Er erzählt, wie er den Angriff erlebt hat.

Simon Misteli

Darum gehts

  • Bei einem Schussangriff an einem Rave in Aarau wurde eine 22-Jährige getötet und fünf weitere Personen verletzt.
  • Fabrizio Grande (31) wurde von einer Kugel getroffen und schildert nun, wie er die Nacht erlebt hat.
  • Er hatte Glück: Die Waffe des Täters versagte zweimal – «eigentlich hätte er mich mehrmals treffen sollen», so Grande.

Als ein Mann an einem Rave in Aarau das Feuer auf die Gäste eröffnete, wird die 22-jährige M. erschossen. Fünf weitere Personen werden verletzt. Eine davon ist Fabrizio Grande. Der 31-Jährige wurde von einer Kugel an der Hüfte getroffen.

Gegenüber TeleM1 erzählt Grande, was er in der verhängnisvollen Nacht erlebt hat. «Ich habe immer das Gleiche im Kopf: wie er sich zu mir umdrehte», erinnert er sich. «Es ist krass, dass einer mit einer AK dort steht und dich einfach umlegen will». Die Waffe, die der Täter benutzte, war offenbar eine AK-74.

«Ich wollte einfach nur noch überleben»

«Du arme Siech, hör mal uf», habe Grande dem Täter zugerufen, ehe er sich hinter ein Auto duckte. Dort waren bereits zwei ihm fremde Personen, die ihn erschrocken anstarrten. «Die haben mir gesagt, ‹du bist voll am Bluten›.» Erst da merkte er, dass er angeschossen worden war. Die beiden leisteten ihm erste Hilfe.

«Ich wollte einfach nur noch überleben», erinnert sich der Schweizer weiter. Er wurde später von der Polizei weggebracht. Auf einem Bänkli erhielt er einen Druckverband von einem Arzt. Danach wurde er in einer Ambulanz abtransportiert. «Als ich da drin lag, dachte ich einfach nur: Shit.»

Grande hatte Glück im Unglück, meint er. «Ein Schuss kam raus, zweimal hatte die Waffe nur geklickt», erzählt er TeleM1. «Sie hatte eine Fehlfunktion, irgendwas ist passiert. Vielleicht hatte ich einen Schutzengel, weiss Gott, was das war. Aber eigentlich hätte er mich mehrmals treffen sollen.»

Simon Misteli

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.

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