IT-Fachkräfte weniger gefragt – nur ein Job boomt

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Im abgelaufenen zweiten Quartal 2026 ist die Nachfrage nach IT-Fachkräften spürbar gesunken. Einen besonders starken Rückgang gab es laut Hays-Fachkräfte-Index bei IT-Security-Spezialisten. Ein anderer Bereich profitiert derweil von KI-Boom.

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IT Fachkräfte-Index

Nachfrage nach IT-Expert:innen laut Fachkräfte-Index eingebrochen. (Foto: SeventyFour/Shutterstock)

Der Fachkräfte-Index des Personaldienstleisters Hays nimmt quartalsweise die Nachfrage nach Fachkräften in Deutschland unter die Lupe. Für das abgelaufene zweite Quartal 2026 meldet Hays einen deutlichen Rückgang der Gesamtnachfrage gegenüber dem Vorquartal um 26 Prozentpunkte auf 36 Prozent.

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Fachkräfte-Index IT eingebrochen

Besonders hart getroffen hat es demnach den IT-Sektor. Hier brach der Fachkräfte-Index um 37 Prozentpunkte auf 59 Prozent ein. Noch im Auftaktquartal 2026 hatte Hays die Nachfrage als „überdurchschnittlich stabil“ bezeichnet. Der Indexwert vergleicht die Nachfrage mit dem Niveau des Referenzquartals Q1 2015. Die Nachfrage im IT-Bereich liegt also immer noch 59 Prozent höher als im ersten Quartal des Jahres 2015.

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Zwar bleiben IT-Security-Spezialist:innen mit einem Indexwert von 373 Prozent am meisten gefragt. Allerdings fiel in diesem Bereich der Rückgang gegenüber dem Vorquartal mit 136 Prozentpunkten „außergewöhnlich stark“ aus, wie Hays konstatiert. Auch SAP-Entwickler:innen bleiben zwar gefragt (196 Prozent), der Rückgang gegenüber dem Vorquartal beläuft sich aber auf 109 Prozent.

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Softwareentwickler weniger gefragt

Ebenfalls deutlich bergab ging es für IT-Berater:innen (minus 55 Prozentpunkte), IT-Administrator:innen (minus 49 Prozentpunkte) sowie IT-Architekt:innen und IT-Entwickler:innen (jeweils minus 31 Prozentpunkte). Bei mobilen Entwickler:innen sowie Java- und .Net-Entwickler:innen liegt die Nachfrage zudem weit unter der von Anfang 2015.

Der einzige IT-Beruf mit einem Nachfrageplus im zweiten Quartal 2026 ist der des:der Datenbankentwickler:in. Hier stieg der Bedarf um neun Prozentpunkte auf 322 Prozent. Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays, erklärt das mit dem anhaltenden KI-Boom.

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Datenbank-Profis profitieren vom KI-Boom

„Viele Unternehmen erkennen, dass sich KI nicht auf unzureichenden Datenstrukturen aufbauen lässt“, so Sauer. Wer Datenbestände nutzbar machen und KI produktiv einsetzen wolle, müsse zunächst in eine belastbare System- und Dateninfrastruktur investieren.

Der Hays-Fachkräfte-Index spiegelt derweil die Lage auf dem Gesamtmarkt. Im Juli 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf über drei Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote hält bundesweit jetzt bei 6,4 Prozent. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sieht in seinem Arbeitsmarktbarometer erstmals seit Längerem keinen positiven Beschäftigungsausblick mehr.

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Als negative Faktoren nennt IAB-Analyst Enzo Weber zum einen „Wirtschaftskrise und demographische Schrumpfung“. Darüber hinaus stelle die „jüngste Eskalation in Nahost mit neuen Ölpreisanstiegen“ eine zusätzliche Belastung dar.

Kleine Firmen kämpfen mit offenen Stellen

Allerdings herrscht trotz der Rückgange theoretisch weiterhin ein Fachkräftemangel, wie boerse-express.com schreibt. Denn auf 100 arbeitslose Personen kommen 166 offene Stellen. Vor allem kleine Unternehmen kämpfen demnach weiterhin mit der Besetzung bestehender Vakanzen.

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