Fähre mit 133 Menschen vor Küste Guyanas gekentert
Fährunglück :
Fähre mit 133 Menschen vor Küste Guyanas gekentert
19.07.2026, 20:39Lesezeit: 2 Min.

Vor der Küste des südamerikanischen Landes ist eine Fähre gekentert. Angaben der Regierung zufolge wurden bisher 67 Menschen gerettet. Mehr als 60 gelten noch als vermisst.
Nach dem Untergang einer Fähre vor der Küste Guyanas mit 133 Menschen an Bord werden Dutzende Menschen vermisst. Die Such- und Rettungsarbeiten kämen voran, erklärte der Infrastrukturminister des südamerikanischen Landes, Juan Edghill, am Sonntag. 67 Menschen hätten das Unglück überlebt und seien gerettet worden, darunter 15 Kinder. 66 weitere Menschen würden jedoch weiter vermisst.
Das Schiff „MV Barima“ war am Samstagnachmittag mit 116 Passagieren und 17 Besatzungsmitgliedern an Bord in der Hauptstadt Georgetown in Richtung Port Kaituma in der Region Essequibo im Westen ausgelaufen. Nach Angaben von Infrastrukturminister Edghill setzte die Besatzung gegen 23.00 Uhr Ortszeit einen Notruf ab. Daraufhin hätten staatliche und private Teams Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Das Schiff war mit 250 Schwimmwesten, zwei Rettungsbooten und sechs aufblasbaren Rettungsinseln ausgestattet.
Laut der Ortungs-Website Vesselfinder wurde die Fähre 1939 gebaut – und war somit seit 87 Jahren im Einsatz. In einem Video sagte Edghill, dass „eine große Welle die ‚Barima' zum Kentern gebracht“ habe.
Zum Zeitpunkt des Unglücks hätten alle an Bord geschlafen, sagte der 18-jährige Überlebende Wayne Kitson der örtlichen Nachrichtenplattform Kiskadee Watch. Er selbst sei vor seiner Rettung „von 22.00 Uhr bis 4.00 Uhr“ im Meer geschwommen und bange nun um das Leben seiner Frau und seiner Tochter.
Unter den von den Einsatzkräften geretteten Menschen waren laut Regierungschef Mark Phillips sowohl Passagiere als auch Besatzungsmitglieder. Zunächst hatte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP die Zahl der Geretteten mit 53 angegeben. Er hoffe, dass noch mehr Menschen gerettet werden könnten.
„Wir geben die Hoffnung nicht auf, alle Personen an Bord zu finden“, sagte Minister Edghill später auf einer Pressekonferenz. Es sei aber noch zu früh, um endgültige Aussagen zu treffen.
In Guyana leben gerade einmal eine Million Menschen. Das Schiffsunglück ist für das kleine englischsprachige Land in Südamerika eine große Tragödie.