Falsche Bänker am Telefon: Opfer verlieren Tausende Euro
Stand: 28.09.2026, 13:56 Uhr
Kommentare

Viermal haben sich in den vergangenen Tagen Betrüger im Landkreis Waldeck-Frankenberg am Telefon als Bankmitarbeiter ausgegeben und damit mehrere Tausend Euro erbeutet.
Waldeck-Frankenberg – Das hat das Polizeipräsidium Nordhessen am Montag berichtet. Die Polizei warnt damit vor dieser Betrugsmasche und gibt Tipps, wie man sich vor dieser Art von Betrug am Telefon schützen kann.
Am Mittwoch, 23. September, erhielt eine Rentnerin aus Allendorf/Eder einen Anruf von einer Frau, die sich als Mitarbeiterin ihrer Hausbank vorstellte. Dabei nutzten die Täter, wie häufig bei dieser Art von Betrug, das sogenannte Telefon-Spoofing. Bei dieser Technik wird eine beliebige, scheinbar offizielle Nummer auf dem Display des Angerufenen angezeigt. So entsteht bei den Opfern der Eindruck, dass tatsächlich das entsprechende Kreditinstitut anruft, erklärt die Polizei in ihrem Bericht. Zudem verfügen die Täter oft bereits über zuvor erlangte persönliche Daten ihrer Opfer.
Dies war auch im Fall der Seniorin so, die laut der falschen Bankmitarbeiterin aus Sicherheitsgründen ihre hinterlegten Daten bestätigen sollte. Dabei gelangten die Kriminellen auf geschickte Weise auch an die Zugangsdaten für das Onlinebanking der Frau, die sie anschließend für unberechtigte Abbuchungen nutzten.
Zwei weitere Rentnerinnen aus Twistetal und Waldeck fielen den Tätern am selben Tag auf dieselbe Weise zum Opfer. Ein Senior aus Korbach hatte hingegen Glück im Unglück: Da der Betrug rechtzeitig erkannt wurde, konnte die Abbuchung in seinem Fall von 2400 Euro von der Bank gestoppt werden, sodass kein Vermögensschaden entstand. Die Ermittlungen der Korbacher Kriminalpolizei zu den unbekannten Tätern dauern derzeit an.
Um sich vor den falschen Bankmitarbeitern zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:
- Geben Sie am Telefon, per E-Mail oder SMS niemals persönliche Daten, wie Bankdaten, Zugangsdaten, Passwörter oder Tan preis.
- Betrüger setzen oft auf Druck, um ihre Opfer zu verängstigen und zu überrumpeln. Bleiben Sie ruhig und lassen Sie sich nicht zu überstürzten Entscheidungen drängen.
- Vergewissern Sie sich im Zweifel bei Ihrer Bank, ob ein Anruf tatsächlich von dort kommt. Wählen Sie bei einem Rückruf nur die Ihnen bekannte Telefonnummer der Bank oder suchen Sie diese selbst aus öffentlichen Telefonverzeichnissen heraus.
- Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie den leisesten Verdacht hegen, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte, und verständigen Sie unverzüglich Ihre Bank.
- Wenn Sie Opfer geworden sind: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.