Fast 100 historische Schlepper waren in Rosenthal zu sehen
Stand: 13.10.2026, 14:15 Uhr
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An die 100 Schlepper verschiedener Marken in allen Größen und Farben gab es am Sonntag in Rosenthal zu sehen.
Rosenthal – An die 100 Schlepper verschiedener Marken in allen Größen und Farben gab es am Sonntag in Rosenthal zu sehen. Zum zehnjährigen Bestehen ihres Vereins, der inzwischen zum Verein für Ortsverschönerung gehört, verbrachten die Oldtimer-Freunde Rosenthal und ihre Gäste einen feinen Tag am Reitgelände „In der Aue“. Die knapp 100 Schlepper auf der grünen Wiese wurden fachmännisch begutachtet und bestaunt.
„Das Mindestalter für Oldtimer sind 30 Jahre“, sagte Harry Möscheid vom Vorstand, „wir haben hier aber auch welche, die schon 70 sind.“ Die meisten Schlepper kamen aus den Kreisen Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf. Ein Fan war aus dem Kreis Gütersloh angereist. Er hatte mit seinem Fahrzeug eine Tour von rund 150 Kilometern hinter sich.
Standmotor von 1922
„Natürlich haben wir hier auch ein paar Highlights“, sagte Harry Möscheid, „zum Beispiel einen MWM Standmotor von 1922. Die sieht man heute kaum noch. Unserer hier hat bei der Firma Johannsen in Battenberg einen Stromgenerator angetrieben.“ Eine Rarität war auch ein Lanz Bulldog, bei dem die Startprozedur mit einem Glühkopf stattfindet. „Das dauert eine Weile, bis die laufen“, sagte Möscheid.

Am Rand der Wiese wurden auch Oldtimer-Autos ausgestellt, zum Beispiel ein englischer Triumph mit Rechtslenker. Außerdem gab es bei den Schleppern die komplette rote G-Serie der Firma Güldner zu besichtigen, die bis 1968 ihren Sitz in Aschaffenburg hatte. „In Rosenthal gibt es noch zirka 45 Stück“, sagte Möscheid, „die laufen alle.“
Geschicklichkeits- und Kraftspiele
Als Rahmenprogramm wurden verschiedene Geschicklichkeits- und Kraftspiele angeboten. Beim Traktor-Pulling musste man einen Forstschlepper der Firma Fendt möglichst weit ziehen. Wer für 100 Meter die kürzeste Zeit benötigte, erhielt einen Preis. Bei der Schlepper-Wippe ging es darum, den Traktor auf die Schienen zu lenken und dann geschickt in der Waagrechten zu halten. „Das ist sehr schwer“, meinte Möscheid. Ein weiteres Spiel war das Schlepper-Ziehen im Team, bei dem mindestens zehn Personen mitmachen mussten. „Sonst kriegst du den nicht von der Platte.“ Beliebt bei den Kindern war das Rundenfahren auf dem Platz.

Natürlich gab es auch Sitzmöglichkeiten unter Dach. Auch für Essen und Trinken war gesorgt.