FC Ismaning dreht 0:1 in zwei Minuten und schlägt 1860 Rosenheim 4:2
Stand: 13.09.2026, 14:19 Uhr
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Der FC Ismaning feierte einen 4:2-Heimsieg gegen den TSV 1860 Rosenheim und kletterte in die obere Tabellenhälfte. Mittelstürmer Shcherbyna erzielte dabei seine ersten beiden Saisontore.
Ismaning – Nach vielen Jahren des Abstiegskampfes wächst beim FC Ismaning die Hoffnung auf eine Bayernliga-Saison ohne Sorgen. Mit dem 4:2 (3:1) gegen den TSV 1860 Rosenheim hat der FCI sich in die obere Tabellenhälfte verbessert und sich auch noch als offensive Killermannschaft selbst überrascht.

Vor der Saison haben die Rosenheimer im Pokal in Ismaning gewonnen, dann aber in der Liga gab es in der Fremde nichts zu holen. Die zweite Fahrt nach Ismaning sollte ein gutes Omen sein, und so ging es dann auch gleich los. Bereits in der 2. Minute brachte Edis Muhameti die Rosenheimer in Führung. „Das war die Watschn, die wir gebraucht haben“, sagte später Trainer Jacky Muriqi.
Wir haben unsere Tore richtig geil herausgespielt.
Die Reaktion des FC Ismaning war eine ganz große Show mit der Wende binnen 120 Sekunden. Erst gelang Artin Shamolli der Ausgleich, dann legte Mittelstürmer Serhii Shcherbyna das 2:1 nach (12.). Der Ball lief vor den erfolgreichen Torabschlüssen richtig gut in den Reihen der Blau-Weißen. „Wir haben unsere Tore richtig geil herausgespielt“, war Muriqi am Ende voll des Lobes.
In das Kompliment einbezogen war auch das 3:1 von Serhii Shcherbyna kurz vor der Pause (43.) Da waren die Ismaninger schon gnadenlos effektiv, denn 1860 Rosenheim hatte über weite Strecken der ersten Hälfte mehr vom Spiel, auch wenn der Gast nicht die ganz großen Torchancen hatte. In der Summe hätte sich bei einem 2:2 nach 45 Minuten niemand beschweren können. Deshalb war das 3:1 schon eine mentale Aufgabe für Rosenheim. Und so ganz nebenbei ist bei Shcherbyna der Knoten geplatzt. Seit Wochen liefert der Mittelstürmer starke Leistungen, und nun hat er mit seinen ersten beiden Saisontoren auch die Belohnung, die jeder Stürmer für das eigene Selbstvertrauen braucht.
Rosenheim blieb in der zweiten Hälfte dran und kam durch einen Kann-Elfmeter zurück. Doppelpacker Muhameti verwandelte, und der Ismaninger Trainer Jacky Muriqi forderte Gleichberechtigung: „Wenn der Schiedsrichter den gibt, dann muss er uns auch zwei geben.“ Dennoch bekam das Spiel die zweite Luft, und die Gäste gingen für ihren zweiten Bayernliga-Auswärtspunkt volles Risiko.
Bei einem schön ausgespielten Konter gab es dann noch ein Stürmer-Fest. Doppelpacker Shcherbyna legte wunderbar auf, und der aus der eigenen Jugend gekommene Stefan Lovic machte sein erstes Tor im Herrenbereich. Und Muriqi konnte feststellen, dass man eine fast hundertprozentige Chancenverwertung hatte mit maximal effektivem Fußball. Der FC Ismaning hat den nächsten Schritt gemacht und darf nun auf ein Jahr ohne Abstiegskampf hoffen.
FC Ismaning – TSV 1860 Rosenheim 4:2 (3:1).
FCI: Becherer – Krizanac, Weber (90.+3 Barho), Maxhuni, Brill – Rexhaj (53. Kübler), Bolte, Liuzza (85. Pollio), Celik (64. Lovic) – Shamolli, Shcherbyna (88. Jakic).
Tore: 0:1 Muhameti (2.), 1:1 Shamolli (10.), 2:1 Shcherbyna (12.), 3:1 Shcherbyna (43.), 3:2 Muhameti (70., Foulelfmeter), 4:2 Lovic (90.).
Schiedsrichter: Xaver Fabisch (Seehausen).
Zuschauer: 220.