FC Real Kreuth II übernimmt Tabellenführung – Konkurrenz patzt
Stand: 06.09.2026, 19:58 Uhr
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Die Kreuther Reserve gewinnt gegen Irschenberg mit 4:0 und steht nun an der Tabellenspitze der A-Klasse 4. Das Topspiel zwischen Schliersee und Warngau endet 1:1.
Landkreis – Das Topspiel in der A-Klasse 4 zwischen dem TSV Schliersee und dem SV Warngau brachte keinen Sieger hervor. Auch der SC Wörnsmühl patzte auf heimischem Boden. Die Kreuther Kreisklassenreserve nutzt die Vorlage der Konkurrenz und übernimmt die Tabellenführung.
FC Real Kreuth II – TSV Irschenberg 4:0 (0:0)
Tore: 1:0/2:0 Hecht (64./66.), 3:0 Totzauer (69.), 4:0 Schurig (87.)
Der TSV Irschenberg reiste am Samstagnachmittag personell stark angeschlagen zum Auswärtsspiel an den Enterbach. „Wir hatten eine absolute Rumpftruppe. So arg hat es mich in meiner Karriere noch nie erwischt“, berichtet TSV-Coach Thomas Gschwendtner. Die verfügbaren Spieler hätten jedoch alles gegeben und am Ende ein Lob verdient.
„Dafür, dass sie mit dem letzten Aufgebot angetreten sind, haben sie es uns durch ihr kompaktes, engmaschiges Spiel wirklich schwer gemacht – Hut ab“, lobt sogar FC-Coach Chris Leibold den Gegner. Bis tief in die zweite Hälfte hielten die Gäste die Null sicher, ehe Colin Hecht mit seinem Doppelpack innerhalb von zwei Minuten die Weichen auf Heimsieg stellte. „Wir müssen jetzt den Mund abwischen und auf bessere Zeiten hoffen“, sagt Gschwendtner, der von einer zu hohen, aber verdienten Niederlage spricht.
TSV Schliersee – SV Warngau 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 Bangoura (13.), 1:1 Loew (54.).
Im Topspiel zwischen dem TSV Schliersee und dem SV Warngau gab es keinen Sieger. „Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Wir hatten die klareren Chancen und waren fünfmal alleine vor dem Torwart, ohne das Tor zu treffen“, hadert SV-Coach Daniel Mayer mit dem Remis. Seine Mannschaft habe das Spiel vor allem im ersten Durchgang dominiert.
Nach Wiederanpfiff kamen die Schlierseer besser aus der Kabine und trafen durch einen abgefälschten Schuss zum Ausgleich. „Die zweite Hälfte haben wir klar für uns entschieden“, sagt TSV-Sprecher Patrick Quinz. Einzig in den letzten Aktionen habe sein Team das „nötige Quäntchen Glück“ gehabt. Über die gesamten 90 Minuten sei aus seiner Sicht das 1:1 ein leistungsgerechtes Ergebnis gewesen. Sein Gegenüber sieht das entschieden anders. Mayer: „Wir freuen uns, wenn Schliersee das nächste Mal bei uns aufläuft, um dann das Ergebnis richtigzustellen.“
SG Tegernseer Tal – Lenggrieser SC II 0:8 (0:1)
Tore: 0:1 (32.), 0:2 (55.), 0:3 (57.), 0:4 (70.), 0:5 (74.), 0:6 (75.), 0:7 (77.), 0:8 (82.). Die Torschützenliste fehlt aufgrund eines Systemfehlers beim BFV. Die SG Tegernseer Tal kam gegen die Lenggrieser Kreisligareserve am Sonntagnachmittag in Gmund unter die Räder. Während es in der ersten Hälfte beim Stand von 0:1 noch nach einem normalen A-Klassen-Ergebnis aussah, änderte sich das Bild im zweiten Durchgang drastisch. Ganze sieben Mal musste der junge SG-Keeper Valentin Herold den Ball in einer Halbzeit aus dem Netz fischen.
Nach drei Spieltagen stellt die noch unerfahrene SG Tegernseer Tal mit 16 Gegentoren die schlechteste Defensive der Liga. Die Gäste aus Lenggries stellen dagegen mit 19 Toren aus vier Spielen die beste Offensive. Bereits beim jüngsten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in der Vorsaison gab es eine 1:10-Klatsche für die SG. Am kommenden Wochenende kann die Mannschaft von Trainer Stefan Schubert im direkten Duell mit dem Tabellenschlusslicht aus Gaißach eine Reaktion zeigen.
SC Wörnsmühl – SC Wall 1:1 (0:0)
Tore: 0:1 Harraßer (55.), 1:1 Kaffl (66.).
Der SC Wörnsmühl teilte sich nach dem Remis in Warngau in der Vorwoche auch gegen den SC Wall die Punkte. „Ohne ihren Stürmer und ihren besten Zuspieler ist Wörnsmühl nur noch eine mittelklassige Mannschaft. Das war relativ ideenlos“, sagt Walls Trainer Ethem Perovic. Zwar haben die Hausherren den Ball mehr in ihren Reihen gehalten, diesen Ballbesitz aber zu selten in die wirklich gefährlichen Räume bekommen.
„Das Spiel ging in der zweiten Halbzeit nur auf ein Tor. Die sind nur hinten drin gestanden“, entgegnet Wörnsmühls Sprecher Marc Doll. „Es war für uns echt schwer, weil sie es mit den tiefen Sechsern gut gemacht haben.“ Durch einen Konter gingen die kompakten Gäste in Führung. Ein Standard sorgte wenig später für den Ausgleich. „Ich würde nicht sagen, dass es ein Rückschlag war, aber ein Dreier wäre schon notwendig gewesen“, hadert Doll. SC-Coach Perovic ist dagegen zufrieden mit dem Punktgewinn: „Wir haben genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben.“