Fed: US-Notenbank erhöht Leitzins erstmals seit rund drei Jahren

Fed: US-Notenbank erhöht Leitzins erstmals seit rund drei Jahren

Ein starker Arbeitsmarkt sowie die anhaltend hohe Inflation hatten für eine Erhöhung gesprochen. Die Notenbanker stellen sich somit gegen die Wünsche von US-Präsident Donald Trump.

Kevin Warsh: Der Fed-Chef steckte in einer Zwickmühle. Foto: AP Photo/Mark Schiefelbein

New York, Düsseldorf. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Die Zinsspanne liegt somit bei 3,75 bis 4,00 Prozent, wie die Fed am Mittwoch mitteilte. An den Terminmärkten war eine Erhöhung mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 92 Prozent eingepreist worden.

Zuletzt hatte die Fed den Leitzins im Juli 2023 erhöht. Hintergrund für den jetzigen Schritt dürfte unter anderem die anhaltend hohe Inflation in den USA sein.

Im August sind die Preise in den USA auf Jahressicht um 3,4 Prozent gestiegen. Die für die Fed besonders relevante Kerninflation, die volatilere Preise für Energie und Lebensmittel ausklammert, betrug 2,4 Prozent. Die Inflationsrate liegt somit schon gut fünf Jahre über dem von der Fed angestrebten Ziel von zwei Prozent.

Für eine Zinserhöhung sprachen auch die überraschend starken Arbeitsmarktdaten aus der vergangenen Woche. Hohe Jobzuwächse signalisieren, dass die Konjunktur einen höheren Zins verkraften könnte, ohne zu sehr ausgebremst zu werden. Die Fed soll mit ihrem dualen Mandat für stabile Preise und Vollbeschäftigung sorgen.

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