Federn, Hufe, Klauen: tierischer Trubel bei der Bad Wildunger Bezirkstierschau
Stand: 19.07.2026, 18:00 Uhr
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Züchterinnen und Züchter präsentierten am Samstag, 18. Juli, ihre Kaninchen, Hühner, Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde. Die Tierkinder im Gehege wurden auf Anhieb zu Publikumslieblingen.
Bad Wildungen – Bei allerbestem Schauwetter präsentierten heimische Züchter am vergangenen Samstag, 18. Juli, mit engagiertem Züchternachwuchs eine bunte Rassenvielfalt zur Bezirkstierschau anlässlich des Bad Wildunger Kram- und Viehmarkts. Vom zierlichen Kleinchinchilla-Kaninchen über die alte Hausschafrasse der Waldschafe, verspielte Zwergziegen und massige Fleischrinder bis zu kräftigen Kaltblutpferden gab es bekannte, aber auch einige seltene Rassen zu entdecken.

Einzelne Rassevertreter wurden zur Demonstration ausgestellt, Gruppen im Schauring nach Qualität des Körperbaus, Bewegung und Typ bewertet. Abgerundet wurde das bunte Schaubild von Tieren der Rassen Irish Cob, Islandpferd, Konik und American Miniature Horse – ausgestellt zur Demonstration.
Die Schauringe bei Kälbern und Rindern waren in der Hand des Züchternachwuchses. In einer Sonderschau standen Fleckvieh-Fleischrinder, Galloways, Limousins und Zwergzebus im Fokus. Stets umringt von Besuchern waren die Wald-, Ouessant- und Krainer Steinschafe sowie Burenziegen, Kalahari Red Ziegen, Zwergziegen und Anglo-Nubier-Ziegen. Die Tierkinder im Gehege eroberten auf Anhieb die Herzen der kleinen und großen Besucher. Auch Maultiere, eine Kreuzung zwischen Pferdestute und Eselhengst, gehörten zu den Publikumslieblingen beim Wildunger Viehmarkt.
Viel bestaunt wurden Rassekaninchen mehrerer Farbschläge, ausgestellt von Mitgliedern des Kaninchenzuchtvereins K 121 Edertal in der Wildunger Reithalle. Dort präsentierte auch der Rassegeflügelzuchtverein Bad Wildungen und Umgebung unter anderem Wassergeflügel, Hühner, Zwerghühner und Tauben.
Das Reiterparadies Talhof der Familie Biederbeck aus Wellen umrahmte die Schau auf dem Gelände des Bad Wildunger Reitervereins, der nächstes Wochenende sein großes Springturnier ausrichtet. Kräftigen Applaus gab es für die acht Amazonen einer Haflinger-Quadrille, die sich in einer rasanten Schlussrunde im Galopp verabschiedeten.
Talhof-Chefin Sonja Biederbeck steuerte zum Finale die Kutsche mit den Ehrengästen zur Siegerehrung auf den Reitplatz. Bürgermeister Ralf Gutheil und Stadtrat Fritz Faupel von der Marktkommission vergaben die Auszeichnungen an die erfolgreichen Züchterinnen und Züchter.
Schauleiterin Dr. Cordula Kipp vom Landesbetrieb Landwirtschaft zeigte sich zum Abschluss rundum zufrieden mit der Bezirkstierschau. Erfreulich: Mit mehr als 80 Nennungen sei das Vorjahresergebnis deutlich übertroffen worden. Sie betonte: „Die Qualität der vorgestellten Tiere war sehr gut.“
Die Ergebnisse der Tierprämierung
Eine bronzene Preismünze vergab der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) an das Haflingergestüt Stange (Bergheim) für die Siegerstute Oana – sie war beste Stute im Ring der Haflinger, Warm- und Kaltblüter. Reservesiegerin wurde Odda K. aus dem Stall Biederbeck (Wellen).

Moon Pie von Carmen Vollbach (Felsberg) führte die beiden Warmblutklassen an, gefolgt von Rocking Candy im Besitz der Familie von Jutta Mogk (Bad Wildungen). Beim Süddeutschen Kaltblut gingen die ersten Plätze an die Stuten Jule und Hanna aus dem Stall von Sonja Biederbeck (Wellen). Eine Klassensiegerin bei den Haflingern stellte Johanna Demer.
In der Gruppe der Deutschen Part-Bred Shetlandponys, Mini-Appaloosa Ponys und Mini Paarden führte Sylvia Lohmann (Borken) die Sieger- und Reservesiegerstute vor. Für Lendorfs Karma, die zur besten Stute im Ring ausgewählt wurde, nahm die Züchterin eine bronzene Preismünze entgegen.
Bei den Shetlandponys siegte Daya von Andreas Schultze (Bad Arolsen), die Familie Vogel aus Twistetal stellte die Reservesiegerin. Beim Deutschen Classic Pony rangierten zwei Stuten aus dem Stall der Zuchtgemeinschaft Zimmermann (Scheden) auf den vorderen Plätzen.
Siegerstute und beste Stute im Ring der Welsh- und Reitponys wurde Keep Smiling. Dafür nahm Juliane Erd (Bad Wildungen) die dritte bronzene Preismünze des Schautags entgegen.
In einer Klasse der Deutschen Reitponys stand Coco Cherie, im Besitz der Familie Gundermann-Vaupel (Bad Wildungen), an der Spitze. Bei den Welsh-Ponys stellte Natascha Schütz (Bad Wildungen) mit Annabelle die beste Stute. Eine Besonderheit bei der Tierschau: Vier Stutenfamilien wurden vorgeführt. Die Kollektion der ZG Zimmermann erhielt den 1a-Preis.
Den Kälberaufzuchtwettbewerb der drei bis sieben Jahre alten Vorführer gewann Hanno Metz (Haina/Kloster) vor Marie Christ und Natalie Christ (Gemünden). Bei den Vorführern bis elf Jahre siegte Luisa Christ (Gemünden) vor Emanuel Wilhelm und Dean Broll (beide Frankenberg). Im Jungrindervorführwettbewerb stand Julian Bremer (Diemelsee) vorn vor Aaliyah Wilhelm (Frankenberg).
Bei der Ausstellung des Rassegeflügelzuchtvereins Bad Wildungen und Umgebung erreichten in der Gruppe der Jugend Mathilda Reichmann mit der aus Japan stammenden Hühnerrasse „schwarze Chabo gelockt“ sowie Martha Grebe mit dem „Indischen Zwergkämpfer in blau-fasanenbraun“ die Bewertungsnote, auch Qualitätsnote, Eins. Ebenfalls mit der Note eins bewertet wurden in der Gruppe der Senioren ein „italienischer Hahn“ von Karl Bock sowie eine „Samtschild-Taube“ von Karl Hilberger.