Ferienbeginn in NRW: Sperrungen bei Bahn und Autobahnen – Tipps für Reisende
Stand: 17.07.2026, 07:00 Uhr
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Gerade zum Ferienbeginn sind die Autobahnen und Züge in NRW voll. Dazu kommen zahlreiche Sperrungen. Auf was Reisende achten sollten.
Hamm – Mit dem Start der Sommerferien am Freitag, 17. Juli, beginnt für viele Familien in Nordrhein-Westfalen die Reisewelle. Auf Autobahnen und Bahnstrecken sorgen Bauarbeiten und Sperrungen zusätzlich für Verzögerungen. Wa.de gibt einen Überblick über die wichtigsten Engpässe – und vor allem darüber, wie Reisende am besten damit umgehen.

Der ADAC rechnet vor allem für Freitag, 17. Juli, mit erheblichen Staus. Grund ist die Kombination aus Ferienbeginn und dem traditionell starken Berufsverkehr am Freitagnachmittag. Besonders zwischen 14 und 18 Uhr kann es sehr voll auf den Straßen werden. Besonders betroffen sind die Autobahnen im Ruhrgebiet und im Großraum Köln/Bonn – dort sorgen laut ADAC rund 550 bis 600 baustellenbedingte Verkehrseinschränkungen zusätzlich für Chaos, etwa am Kreuz Kaiserberg in Duisburg und auf der A40 zwischen Mülheim und Essen.
Ferienbeginn in NRW: ADAC rechnet mit erheblichen Staus
Staugefährdet in NRW sind vor allem die A1 zwischen Köln und Dortmund, die A2 zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin, die A3 zwischen Köln und Oberhausen, die A40 rund um Duisburg, die A43 zwischen Recklinghausen und Bochum, die A57 zwischen Krefeld und Meerbusch sowie die A565 rund um Bonn. Größere Baustellen gibt es demnach unter anderem an der A4 am Kölner Ring (Sperrung bis Donnerstagabend), an der A40 bei Essen (Vollsperrung vom 23. bis 30. Juli), an der A44 bei Velbert sowie an der dauergesperrten A565-Nordbrücke in Bonn, wo zusätzliche Nachtsperrungen am „Endenicher Ei“ hinzukommen.
Die wichtigsten Tipps für die Autofahrt:
- Stoßzeiten meiden: Laut ADAC ist das Staurisiko in den Ferien freitags von 14 bis 18 Uhr sowie mittwochs und donnerstags von 7 bis 9 Uhr und 15 bis 18 Uhr am höchsten. Wer flexibel ist, sollte laut ADAC antizyklisch planen – etwa Montag oder Dienstag als Anreisetag wählen oder außerhalb der Berufsverkehrszeiten starten.
- Früh oder spät fahren: Wer in den Randzeiten frühmorgens oder abends losfährt, umgeht neben den vollen Straßen laut ADAC auch die mögliche Mittagshitze.
- Nicht vorschnell auf Landstraßen ausweichen: Das bringt laut ADAC nur selten einen Vorteil, da Ausweichstrecken schnell verstopft und für den Zusatzverkehr nicht ausgelegt sind. Erst ab Staus von mehr als zehn Kilometern Länge oder bei einer Vollsperrung lohnt sich laut ADAC eine Abfahrt.
- Vorab informieren: Vor Fahrtantritt lohnt sich ein Blick auf aktuelle Verkehrsinfos, um Baustellen und Sperrungen zu umgehen.
Auch bei der Bahn sollten Reisende wachsam sein: Die Deutsche Bahn saniert derzeit die rechtsrheinische Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden. Der Fernverkehr wird umgeleitet, im Regionalverkehr kommt es zu Ausfällen und Ersatzverkehr.
Wer im Spätsommer unterwegs ist, sollte zudem die Strecke zwischen Hannover und Minden im Blick behalten: Vom 8. bis 20. August sowie am 31. August ist sie komplett gesperrt, weil Brücken- und Vorarbeiten für die Modernisierung von Stellwerken laufen, wie etwa der WDR berichtet. Fernzüge werden umgeleitet, für Regionalverbindungen fahren Busse. Auch auf der Strecke Hagen-Wuppertal-Köln gibt es massive Einschränkungen. Nach der fünfmonatigen Generalsanierung dieser Bahnstrecke ist es zu erneuten Problemen gekommen: Ursache ist ein Schaden an einer Brücke über die Wupper bei Leverkusen-Opladen. Die Strecke konnte deshalb zunächst nur eingleisig freigegeben werden – die Deutsche Bahn gab aber bekannt, so wenige Regional- und Fernzüge wie möglich ausfallen zu lassen.
Die wichtigsten Tipps für die Bahnfahrt:
- Verbindung vorab prüfen: Wer mit der Bahn reist, sollte sich unbedingt vor Reiseantritt über mögliche Änderungen informieren.
- Ersatzverkehr einplanen: Wegen der Bauarbeiten kann es zu Zugausfällen kommen – dann übernehmen Busse den Ersatzverkehr, was zusätzliche Reisezeit bedeutet.
- Aktuelle Infos nutzen: Fahrplanänderungen lassen sich über die Seiten der Deutschen Bahn sowie über zuginfo.nrw von DB Regio abrufen.