Feuer in Einkaufszentrum mit Folgen: Menschen stecken in Aufzügen fest, Hospiz ohne Strom
Stand: 18.07.2026, 12:42 Uhr
Kommentare

Ein Kellerbrand in einem Arnsberger Einkaufszentrum hat die Feuerwehr rund vier Stunden beschäftigt. Der Strom musste für einen ganzen Straßenblock abgeschaltet werden.
Arnsberg – Ein Kellerbrand in einem Arnsberger Einkaufszentrum hat am Freitagmittag, 17. Juli, einen rund vierstündigen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Um 11.29 Uhr meldete eine automatische Brandmeldeanlage den Alarm, woraufhin die Hauptwache Arnsberg und der Löschzug Arnsberg ausrückten. Die Einsatzkräfte stellten nach eigenen Angaben im Treppenhaus eine starke Verrauchung fest und erhöhten das Alarmstichwort auf die höchste Stufe – mit der Folge, dass weitere Kräfte nachalarmiert wurden. „Ein Angriffstrupp ging unter schwerem Atemschutz zur Erkundung in das Kellergeschoss vor und lokalisierte einen Traforaum als Ursprung der Rauchentwicklung“, hieß es dazu in einer entsprechenden Mitteilung. Der Brand hatte mehrere Folgen.
Noch während der Erkundung saßen fünf Menschen im Aufzug des Einkaufszentrums fest, die bereits selbst den Notruf gewählt hatten. Die Feuerwehr befreite sie unverletzt; sie litten jedoch unter einem leichten Schock und wurden vor Ort betreut. Weil der Energieversorger den Strom für den gesamten Straßenblock abschalten musste, geriet kurz darauf auch eine Person in einer Apothekenanlage im Nachbargebäude in einer Aufzugskabine in Not – auch sie wurde rasch befreit.
Kellerbrand in Arnsberg löst Großeinsatz und Stromausfall aus
„Besonders kritisch stellte sich die Situation in einem im betroffenen Straßenblock gelegenen Hospiz dar, in dem lebenserhaltende Beatmungsgeräte betrieben werden“, erklärte die Feuerwehr zudem. Im Keller des Einkaufszentrums löschten insgesamt vier Trupps unter Atemschutz zwei brennende Schaltschränke mit CO₂-Löschern. Da der Keller keine Abluftöffnungen hat, leitete ein spezielles Lüftungssystem den Rauch schließlich ins Freie.
„Ein glücklicher Umstand half hierbei: Ein Mitarbeiter des Energieversorgers, der zugleich aktives Mitglied im örtlichen Löschzug Bruchhausen/Niedereimer ist, war vor Ort“, hieß es. Dieser rüstete sich mit einem Atemschutzgerät aus und bereitete im belüfteten Schadensbereich die Wiederversorgung der Nachbargebäude vor. Das Einkaufszentrum selbst bleibt vorerst ohne Strom. Die umliegenden Straßen waren bis 15.45 Uhr voll gesperrt.
Als gegen 17 Uhr die Brandmeldeanlage erneut auslöste, stellte sich heraus, dass aufgewirbelter Staub einen Melder aktiviert hatte – ein weiterer Einsatz war nicht nötig.