"Rocky Horror Picture Show": Schauspieler Tim Curry ist tot
Als Wissenschaftler Frank N. Furter wurde Tim Curry mit der „Rocky Horror Picture Show“ weltberühmt. Nun ist der britische Schauspieler im Alter von 80 Jahren gestorben. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf seine Managerin.
Am 16. Juni 1973 spielte Curry auf der Musicalbühne erstmals den bisexuellen, außerirdischen Wissenschaftler Frank N. Furter vom Planeten Transsexual. Der schafft sich – ein wenig so wie sein Namensverwandter Frankenstein sein Monster – einen blonden Lustsklaven. Im konservativen Großbritannien sorgte das wegen seiner sexuellen Freizügigkeit schon für ordentlich Wirbel. Die spätere Verfilmung machte den Mann mit dem breiten Grinsen dann weltbekannt.

Der Schauspieler und Sänger kam 1946 als Timothy James Curry in der Grafschaft Cheshire zur Welt. Nach einem Schauspielstudium und dem ersten Erfolg im Hippie-Musical „Hair“ verpflichtete ihn „Rocky Horror“-Erfinder Richard O'Brien für die Hauptrolle.
Curry war auch in zahlreichen anderen Rollen zu sehen. In mehr als 30 Filmen trat der Brite auf, häufig als Bösewicht: als mörderischer Clown in der Verfilmung von Stephen Kings „Es“, als machtversessener Kardinal Richelieu in „Die drei Musketiere“ oder als hinterlistiger Hotel-Portier in „Kevin – Allein in New York“.

Auch am Broadway gehörte Curry zu den Stars. Als Mozart in „Amadeus“ und als King Arthur in „Spamalot“ feierte er große Erfolge. Zudem stand er regelmäßig am Londoner West End auf der Bühne. Nur seine Ausflüge in die Popmusik sollten ihm trotz mehrerer Alben kommerziell nicht so recht gelingen.
2012 brach Tim Curry in seinem Haus in Los Angeles zusammen. Er erlitt einen Schlaganfall. Teilweise gelähmt saß der Schauspieler fortan im Rollstuhl und mied zeitweise die Öffentlichkeit. Seine Arbeit setzte er dennoch fort, vor allem als Sprecher. Als etwa die „Rocky Horror Picture Show“ 2016 fürs Fernsehen neu verfilmt wurde, wirkte Curry als Erzähler mit. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie „Vagabond“, die er auch als Hörbuch einsprach. Am Dienstagabend starb Tim Curry in seinem Haus in Los Angeles.