Heftige Überschwemmungen in Thailand: Hunderttausende betroffen – Folgen bis nach Deutschland

Flut-Katastrophe in Bangkok: Soldaten schleppen Koffer, Flüge nach Deutschland gestrichen

Stand: 29.09.2026, 08:00 Uhr

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Thailands Hauptstadt Bangkok steht noch immer unter Wasser – und die Folgen reichen bis nach Deutschland. Was Reisende jetzt wissen müssen.

Bangkok – Tagelanger Starkregen hat die der thailändischen Hauptstadt Bangkok unter Wasser gesetzt. Nachdem der Verkehr vielerorts vollständig zum Erliegen kam, ist nun auch der internationale Flugverkehr betroffen – mit Folgen auch für Deutschland: Die thailändische Fluggesellschaft Thai Airways hat angekündigt, bis einschließlich Mittwoch (30. September) mehr als ein Dutzend Flüge zu streichen. Betroffen sind neben Inlandsverbindungen auch mehrere internationale Strecken. Darunter fallen Verbindungen nach Frankfurt und München. Die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang bleiben geöffnet.

Überschwemmungen in Bangkok.

Menschen waten nach starken Regenfällen in der thailändischen Hauptstadt durch eine überflutete Straße. © Sakchai Lalit/dpa

Wegen der Überschwemmungen und Verkehrsprobleme müssen Reisende jedoch mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Die thailändische Luftfahrtbehörde CAAT rief Passagierinnen und Passagiere dazu auf, vor der Fahrt zum Flughafen den Flugstatus zu prüfen und mehr Zeit für die Anreise einzuplanen. Ankommende Reisende berichteten der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass sie für die Fahrt zum Hotel auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen mussten, weil nur wenige Taxis fuhren.

Überschwemmungen in Bangkok treffen Infrastruktur – auch Flugverkehr betroffen

Besonders betroffen war die Bodenabfertigung am Flughafen Suvarnabhumi. Überschwemmte Straßen erschwerten es Mitarbeitenden, den Flughafen zu erreichen. In der Folge kam es zu Engpässen bei der Gepäckabfertigung und einem großen Rückstau. Zudem gab es wegen der Fluten Probleme mit den Flugzeugumläufen. Thai Airways setzte zusätzliches Personal ein, um liegengebliebene Koffer zu sortieren und auszuliefern. Soldaten unterstützten Berichten zufolge die Gepäckabfertigung.

Die Überschwemmungen hatten die Metropole Bangkok nach tagelangem Starkregen schwer getroffen. Innerhalb von 48 Stunden fielen rund 30 Zentimeter Regen, wie Watson unter Berufung auf thailändische Medien berichtet. Alle 50 Bezirke des Großraums Bangkok wurden zum Katastrophengebiet erklärt. Tempel und Schulen wurden als Notunterkünfte umfunktioniert. Mitarbeitende des öffentlichen Dienstes wurden angewiesen, von zu Hause aus zu arbeiten. Schulen blieben geschlossen. Nach Angaben der Stadtverwaltung waren rund 329.000 Haushalte beziehungsweise 700.000 Menschen in verschiedenen Stadtteilen betroffen.

Inzwischen hat der Regen nachgelassen. Die Behörden versuchten, das Wasser aus den überfluteten Straßen und Wohngebieten abzuleiten. Landesweit waren zuletzt mehr als 576.000 Haushalte mit 1,79 Millionen Menschen von Hochwasser betroffen, teilten die Behörden mit. Dem Katastrophenschutz zufolge kamen seit Mitte September mindestens acht Menschen als Folge der Überschwemmungen ums Leben. Der Hochwasserscheitel des Flusses Chao Phraya wird für die ersten Oktobertage erwartet.

Auswärtiges Amt warnt: Das müssen Reisende beachten

Das Auswärtige Amt hat eine Teilreisewarnung für Thailand herausgegeben. Infolge der Starkregenfälle der vergangenen Septemberwoche sei es insbesondere in Zentral- und Ostthailand einschließlich des Großraums Bangkok zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Verkehrsbehinderungen gekommen. Das Auswärtige Amt rät in einer aktuellen Mitteilung, betroffene Gebiete zu meiden. Überflutete Bereiche sollten wegen Strömungs- und Stromschlaggefahr nicht betreten oder befahren werden.

Überschwemmungen in Thailand.

Ein Mann fährt nach heftigen Regenfällen mit einem Jetski auf der überfluteten Phetchaburi Road in Bangkok. © Nattaphon Phanphongsanon/dpa

Reisende werden aufgefordert, Warnmeldungen und Anweisungen der lokalen Behörden zu beachten. Betroffene können sich rund um die Uhr an die englischsprachige Hotline des Disaster Warning Centers unter der Nummer 1784 wenden. Auch die thailändische Touristenpolizei ist unter der Nummer 1155 erreichbar. Wer eine Reise nach Thailand plant, sollte die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts vorab prüfen. (Quellen: eigene Recherche, dpa, Watson, Auswärtiges Amt) (cln)