Flutkatastrophe: Ahrtal soll wieder kleines Paradies werden

Quelle: dpa Rheinland-Pfalz/Saarland 19. August 2026, 14:20 Uhr

Flutkatastrophe: Der rheinland-pfälzische Landtag hat eine besondere Verantwortung, die Erinnerung an die Flutkatastrophe wachzuhalten. (Archivbild)
Der rheinland-pfälzische Landtag hat eine besondere Verantwortung, die Erinnerung an die Flutkatastrophe wachzuhalten. (Archivbild) © Thomas Frey/​dpa

Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Matthias Lammert hat die Kraftanstrengung für den Wiederaufbau des Ahrtals als unglaubliche Leistung gewürdigt. Häuser seien aufgebaut, Straßen erneuert, Brücken errichtet worden und damit jeden Tag ein Stück Alltag sowie Zuversicht zurückgekehrt, sagte der CDU-Politiker im Landtag in Mainz anlässlich des fünften Jahrestags der tödlichen Flut in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Das Leben sei ins Ahrtal zurückgekehrt. «Und ich spreche im Namen aller hier im Raum: Wir wünschen so sehr, dass wieder ein kleines Paradies entsteht - wie die Menschen im Ahrtal gerne, vor der Flut, ihre Heimat nannten.» Dennoch könne nicht alles wieder aufgebaut werden. «Nicht alle Schmerzen sind heilbar.» Das Landesparlament trage eine besondere Verantwortung, die Erinnerung an die Geschehnisse wachzuhalten. 

Entschuldigung von Ministerpräsident Schnieder

Die Flut in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen war eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der jüngeren deutschen Geschichte. Nach tagelangem Starkregen verwandelte sich vor allem die Ahr in ihrem engen Tal in eine verheerende Sturzflut.

Mindestens 136 Menschen kamen in Rheinland-Pfalz ums Leben, 49 in Nordrhein-Westfalen. Mehrere Hundert wurden verletzt. Eine Person aus der Ahr-Region gilt bis heute als vermisst. Viele Überlebende kämpfen noch immer mit psychischen Folgen. 

Der neue rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hatte am fünften Jahrestag der Flutkatastrophe im Ahrtal bei den Betroffenen um Entschuldigung gebeten: Der Staat habe damals sein Versprechen nicht eingehalten, seine Bürgerinnen und Bürger zu schützen.

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