Formel 1 in Madrid: Lewis Hamilton mit Unfall im letzten Training
Schreckmoment für Lewis Hamilton: Der Rekordweltmeister ist beim dritten freien Training der Formel 1 in Madrid nach einem Verbremser in die Streckenbegrenzung gekracht. Er lag zu diesem Zeitpunkt auf Bestzeitkurs. Der Ferrari des Briten wurde beschädigt, bis zum Qualifying am Samstag (16.00 Uhr/Sky) beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.
Hamilton versuchte noch, sein beschädigtes Auto in die Box zu fahren. Dabei schob er einen Teil seines Frontflügels vor sich her. Mehrfach wies ihn ein Ferrari-Ingenieur an, das Auto sofort zu stoppen (“stop the car“). Gegen die Teamweisung fuhr Hamilton weiter. Letztlich stellte er den Ferrari ab und wurde allem Anschein nach unverletzt mit einem Roller ins Fahrerlager gebracht.
Wird Hamilton bestraft?
Ob Hamilton eine Strafe erhält, war zunächst offen. Sein Ferrari war offensichtlich beschädigt, das Fahren könnte somit als unsicher und in der Folge als strafbar gelten. Das Training wurde mit Roter Flagge unterbrochen, die Zeit lief aber zunächst weiter. Die Reparatur der Streckenbegrenzung war jedoch aufwendiger, sodass die Uhr mit einer Restzeit von 15:38 Minuten doch noch angehalten wurde.

Letztlich drehte der WM-Führende Kimi Antonelli im Mercedes die schnellste Runde. Hinter ihm folgten Charles Leclerc (Ferrari) und die McLaren-Piloten Oscar Piastri und Lando Norris. Nico Hülkenberg (Emmerich) wurde im Audi Achter. Angesichts des Verlaufs der Session waren die Ergebnisse aber nur bedingt aussagekräftig.
Unmittelbar vor Schluss des Trainings krachte auch Oliver Bearman mit seinem Haas heftig in die Streckenbegrenzung. Der Madring in Spaniens Hauptstadt ist neu, die Fahrer sind dort an diesem Wochenende erstmals bei einem Formel-1-Rennen unterwegs. Am Freitag hatte sich Arvid Lindblad einen Unfall geleistet, sein Racing-Bulls-Wagen wurde dabei schwerer beschädigt. Die enge Strecke in Madrid gilt wegen ihrer vielen Schikanen und wenigen Auslaufzonen als besonders kompliziert.